Die Aktie ist um ein Drittel eingebrochen, doch im Hintergrund sichert sich der Konzern Deals mit mehreren KI-Giganten im Wert von zig Milliarden Dollar. Steht hier die Kaufchance des Jahres bevor?

Die Stimmung im KI-Sektor bleibt angespannt: Sorgen um die Rentabilität und Finanzierung der gigantischen Investitionen drückten den Halbleiter-ETF vergangenen Freitag um sieben Prozent nach unten. Mit in den Abwärtsstrudel geriet auch der einstige KI-Liebling Broadcom. Von seinem Allzeithoch hat die Aktie mittlerweile rund ein Drittel verloren. Könnte sich nun eine einmalige Kaufgelegenheit bieten?

Broadcom (WKN: A2JG9Z)

Fundamentale Ausgangslage weiterhin sehr gut

Beim Blick auf den Chart der vergangenen zwölf Monate könnte man glauben, dass Broadcom seine besten Zeiten bereits hinter sich hat. Ein Blick auf die harten Zahlen und Fakten zeigt jedoch, dass ein großer Teil des Wachstums erst noch bevorsteht: Analysten zufolge soll der Gewinn je Aktie von 11,67 Dollar im Geschäftsjahr 2026 auf 30,37 Dollar im Geschäftsjahr 2028 steigen. Das wäre fast eine Verdreifachung innerhalb von nur zwei Jahren.

Haupttreiber des Wachstums sind große Deals über kundenspezifische KI-Chips (XPUs) für KI-Labore. Allein für Anthropic soll Broadcom 2028 rund zehn Gigawatt zusätzliche Rechenkapazität bereitstellen, nach fünf Gigawatt im Jahr 2027 und einem Gigawatt im Jahr 2026. In Zusammenarbeit mit OpenAI soll Broadcom darüber hinaus KI-Chips der Jalapeño-Reihe für mehr als fünf Gigawatt Rechenkapazität liefern.

Die umfangreichste Zusammenarbeit dürfte jedoch weiterhin mit Alphabet bestehen. Erst im September erklärte Broadcom-CEO Hock Tan, dass sein Unternehmen in den kommenden Jahren TPU-Chips im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar jährlich an Google liefern wolle.

Bewertung so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr

Einer der größten Kritikpunkte an der Broadcom-Aktie war lange Zeit die hohe Bewertung. Noch vor einem Jahr lag das Forward-KGV bei 44. Im Zuge der schwachen Kursentwicklung bei gleichzeitig stark steigenden Gewinnen ist das Forward-KGV mittlerweile jedoch auf 18,7 geschrumpft. Damit ist die Bewertung so niedrig wie seit 2023 nicht mehr. Für eine Aktie mit einem jährlichen Gewinnwachstum im mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich erscheint das durchaus attraktiv.

Auch das PEG-Ratio, das das KGV ins Verhältnis zum Gewinnwachstum setzt, liegt mit 0,34 auf einem sehr niedrigen Niveau. Werte unter 1,0 können bei Wachstumsaktien auf eine Unterbewertung hindeuten.

Fazit

Die aktuelle Korrektur bei Broadcom dürfte in erster Linie der schlechten Stimmung in der KI-Branche sowie Umschichtungseffekten geschuldet sein. Die fundamentale Ausgangslage ist weiterhin ausgesprochen stark. Gleichzeitig ist die Bewertung mittlerweile deutlich zurückgekommen und bietet erhebliches Aufwärtspotenzial. Damit ist die Aktie auf mittlere Sicht ein klarer Kauf.

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Häufig gestellte Fragen:

Warum ist die Broadcom-Aktie so stark gefallen?

Vor allem Sorgen um die Rentabilität und Finanzierung der hohen KI-Investitionen belasten den gesamten Halbleitersektor. Auch Broadcom geriet dadurch unter Druck.

Wie stark soll Broadcom in den kommenden Jahren wachsen?

Analysten erwarten, dass der Gewinn je Aktie von 11,67 Dollar im Geschäftsjahr 2026 auf 30,37 Dollar im Jahr 2028 steigt. Das entspricht einem Wachstum von rund 160 Prozent.

Ist die Broadcom-Aktie aktuell günstig bewertet?

Mit einem Forward-KGV von 18,7 und einem PEG-Ratio von 0,34 erscheint die Aktie angesichts der hohen Wachstumserwartungen attraktiv bewertet. Allerdings bestehen weiterhin Risiken im KI-Geschäft.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Broadcom.