So startet der DAX in die neue Woche und das steht jetzt im Fokus: Trump, Musk, KI-Verlangsamung, Tesla, OpenAI, Nvidia, Samsung, Bitcoin.
Der deutsche Aktienmarkt dürfte aufgrund der wieder steigenden Ölpreise und neuer KI-Bedenken einen schwächeren Wochenstart hinlegen. Eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator ein Minus von 0,4 Prozent auf 25.472 Punkte. Nach der Erholung vom Freitag bleibt der Dax damit in Kontakt zu seinem Tief seit Ende Juli, das am Donnerstag bei 25.361 Punkten erreicht wurde.
Die Ölpreise haben zum Wochenstart wegen der weiter ungeklärten Lage rund um die Straße von Hormus zugelegt. Massiv unter Druck gerät der weltgrößte Ölexporteur Saudi-Arabien: Wegen der zunehmenden Bedrohung der zweiten Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten.
Zudem belasten neue Befürchtungen rund um das Trendthema KI wegen aufkommender Forderungen nach einer verlangsamten Entwicklung dieser Technologie, die in Asien vor allem die südkoreanische Börse bremste.
Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Auch der Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman, ist der Ansicht, dass das Tempo bei der Entwicklung leistungsstärkster KI-Modelle gebremst werden müsse.
Mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed wirft auch ein anderes wichtiges Ereignis im Wochenverlauf bereits seine Schatten voraus. "Selten sind die Märkte so nervös wie in dieser Woche, was vor allem auch an der Zinsentscheidung in den USA liegt", hieß es am Morgen von der NordLB. Mitte der Woche werden Anleger erfahren, wie der geldpolitische Pfad in den USA sich fortsetzt.
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Anthropic, OpenAI und Google beraten über KI-Standards
Anthropic, OpenAI und Google sprechen laut einem Bericht über die Gründung einer branchengeführten Organisation für Standards bei KI-Tests und Audits. Die Gespräche begannen vor Anthropic-Chef Dario Amodeis Forderung nach einer stärkeren Koordination der Unternehmen. Die Arbeitsgruppe tagte dem Bericht zufolge zuletzt in der vergangenen Woche und prüft eine Gründung ohne Unterstützung der US-Regierung.
Musk erwartet Nvidia-KI-Computer im All
Elon Musk hält den Start von Nvidia-KI-Computern durch SpaceX im Jahr 2027 für sehr wahrscheinlich. SpaceX plant zunächst den Einsatz orbitaler Computersatelliten und will dafür Starlink-Satellitenplattformen mit zusätzlicher Rechen- und Solarkapazität ausstatten. Das Unternehmen rechnet ab 2028 mit einem deutlichen Ausbau der Flotte.
Tesla gewinnt in den USA wieder Marktanteile
Tesla steigerte seinen Anteil am US-Elektroautomarkt bis August auf 52 Prozent, obwohl die eigenen Verkäufe um 16 Prozent und der Gesamtmarkt um 30 Prozent sanken. Der Zuwachs ist vor allem auf den Rückzug traditioneller Autohersteller aus verlustreichen Elektroprogrammen zurückzuführen. Für die weitere Entwicklung bleiben die schwächere Nachfrage und Teslas Abhängigkeit vom Model Y zentrale Herausforderungen.
Trump lehnt Verlangsamung der KI-Entwicklung ab
US-Präsident Donald Trump warnt davor, die KI-Entwicklung zu bremsen, weil die Vereinigten Staaten sonst ihre Führung gegenüber China verlieren könnten. Anthropic-Chef Dario Amodei, OpenAI-Chef Sam Altman und Elon Musk fordern dagegen mehr Zeit für Sicherheitsmaßnahmen und unabhängige Prüfungen leistungsfähiger Modelle. In Washington ist weiterhin umstritten, ob freiwillige Branchenstandards oder verbindliche staatliche Regeln den Vorrang erhalten sollen.
Samsung und SK Hynix lehnen milliardenschwere Stromzahlung ab
Samsung Electronics und SK Hynix haben laut einem Bericht einen Vorschlag von KEPCO abgelehnt, gemeinsam rund 25 Billionen Won für die Strominfrastruktur geplanter Halbleitercluster vorab zu zahlen. Samsung hätte etwa 20 Billionen Won und SK Hynix rund 5 Billionen Won beitragen sollen. Die Unternehmen verwiesen dem Bericht zufolge auf die Unsicherheit über die langfristige Nachfrage nach Halbleitern, während ihre Aktien in Seoul deutlich nachgaben.
Fed-Entscheid rückt für Bitcoin in den Fokus
Bitcoin steht in dieser Woche im Zeichen des US-Zinsentscheids, neuer Konsumdaten und der Geldpolitik in Japan. Im Mittelpunkt stehen die US-Einzelhandelsumsätze, die Fed-Projektionen sowie eine mögliche Zinserhöhung der Federal Reserve, während auch die Bank of Japan über eine weitere Straffung beraten könnte. Höhere Zinsen und ein stärkerer Dollar könnten Risikoanlagen wie Bitcoin belasten, während eine Zinspause die Marktstimmung aufhellen könnte.
Enthält Material von dpa-AFX