Stehen die Börsen vor dem nächsten Crash? Vielleicht – vielleicht aber auch nicht. Doch wer jetzt richtig handelt, kann dem nächsten Börsenbeben mit kühlem Kopf entgegensehen.
An der Börse blinken gerade wieder diverse Warnlampen auf. Mitten in der KI-Euphorie deuten historische Kennzahlen wie das Shiller-KGV (CAPE-Modell) und der Buffett-Indikator auf massive Überbewertungen hin. Doch die wichtigste Lehre aus der Geschichte ist nicht Panik, sondern Disziplin.
Wer schon auf einen Crash wartet, sollte dennoch nicht auf den perfekten Ausstieg spekulieren. Die Geschichte zeigt: Der beste Schutz gegen heftige Rückschläge ist, konsequent investiert zu bleiben - und zwar in Qualitätsunternehmen mit robusten Bilanzen.
Crashs lassen sich nicht timen
Die Daten sind nicht beruhigend. Der S&P 500 ist seit Ende Juli schon wieder kräftig gestiegen, während die Bewertung nach historischen Maßstäben auf Extremniveau bleibt. Der Buffett-Indikator liegt nach Berechnungen von „Motley Fool“ bei rund 232 Prozent, der Shiller-CAPE bewegt sich seit Mai über 40 und damit in einem Bereich, der zuletzt nur zur Dotcom-Zeit gesehen wurde.
Das Problem dabei: Diese Signale sagen viel über die Nervosität und eine mögliche Überhitzung des Marktes – aber auch sie können nicht den exakten Zeitpunkt des nächsten Einbruchs vorhersagen. Wer jetzt schon aussteigt, kann trotzdem noch monatelang oder sogar jahrelang steigende Kurse verpassen.
Die beste Reaktion
Genau deshalb ist der klügste Schritt nicht, bei einem Rücksetzer alles zu verkaufen, sondern weiter regelmäßig zu investieren. Wer am Markt bleibt und seine Aktien- oder ETF-Sparpläne durchhält, profitiert sogar von Sonderangeboten bei Rücksetzern, statt viel zu lange an der Seitenlinie auf den idealen Wiedereinstieg zu hoffen.
Besonders wichtig ist dabei die Qualität der Titel. Buffett erinnerte schon in den Neunzigern daran, dass nicht der Hype um eine Branche zählt, sondern die Dauerhaftigkeit des Wettbewerbsvorteils eines Unternehmens. Anders gesagt: Nicht jede KI-, Tech- oder Wachstumsstory ist auch dauerhaft eine gute Aktie.
Was Anleger jetzt schon tun können
Praktisch heißt das: Wer auf einen möglichen Crash vorbereitet sein will, braucht einen Plan für Rückschläge: mit Sparplänen, klaren Kaufzonen, einem Fokus auf solide Geschäftsmodelle mit gesunden Finanzen – und etwas Cash zum Nachkaufen.
Die Botschaft ist einfach: Crashs lassen sich nicht sicher vorhersagen, aber man kann sich auf sie vorbereiten. Wer auf Qualität setzt und investiert bleibt, hat historisch die besten Karten. Denn nicht die schnelle Verkaufs-Reaktion beim Absturz entscheidet über den Anlageerfolg, sondern die Disziplin davor und danach.
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Häufige Fragen zum Thema
Welches Crashsignal hat zuletzt an den Börsen ausgelöst?
Der Buffett-Indikator liegt nach Berechnungen von „Motley Fool“ bei rund 232 Prozent, der Shiller-CAPE bewegt sich seit Mai über 40 und damit in einem Bereich, der zuletzt nur zur Dotcom-Zeit gesehen wurde. Darauf folgte damals ein Crash.
Passiert jetzt an der Börse dasselbe wie 2000, 2008 und 2021?
Nur weil im Rahmen der aktuellen Börseneuphorie mehr Wertpapierkredite als üblich aufgenommen werden, bedeutet das noch nicht, dass sich die Entwicklung der Jahre 2000, 2008 und 2021 wiederholt. Anleger sollten jedoch wachsam sein.
Wie können sich Anleger sicher aufstellen?
Das geht vor allem mit soliden Aktien, die Sie unter anderem im BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index finden.