Kommt am Dienstag beim DAX doch noch die Iran-Schwäche? Außerdem im Fokus: SpaceX, Nvidia, Evotec, Traton, Shelly, Salzgitter, Hapag-Lloyd und Drägerwerk.

Der Dax hat am Dienstag nach der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten ein wenig neuen Schwung bekommen. Zuletzt dämmte der deutsche Leitindex sein Minus auf 0,52 Prozent ein und notierte bei 24.984 Punkten. Davor hatten ihn die deutlich steigenden Ölpreise im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt klar unter die Marke von 25.000 Zählern gedrückt. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor noch 0,44 Prozent auf 31.841 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,3 Prozent nach unten.

Verantwortlich für die Ölpreis-Entwicklung ist die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe. Zudem teilte er mit, dass die Vereinigten Staaten fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchten. Während das US-Militär weiter Ziele im Iran bombardierte, attackierte dieser in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern.

"Der Iran-Konflikt bleibt das dominierende Thema an den Finanzmärkten", kommentierte Marktanalyst Timo Emden. "Zwischen Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte und der Sorge vor einer weiteren Eskalation bewegt sich die Börse derzeit wie auf geopolitischem Glatteis." Jochen Stanzl von der Consorsbank befürchtet, dass der Rutsch des Dax unter die 25.000-Punkte-Marke die Korrektur noch beschleunigen könnte. Bisher sieht er allerdings eine eher geordnete Entwicklung, da die Anleger "die Wechselhaftigkeit des Iran-Konflikts kennen und auch eine plötzliche Wiederaufnahme der Gespräche nicht für ausgeschlossen halten".

In New York zeichnet sich ein uneinheitlicher Handelsstart ab, nachdem die US-Verbraucherpreise im Juni gegenüber dem Vorjahr nicht so stark gestiegen waren wie erwartet. Dies nimmt Druck von der US-Notenbank, ihre Zinsen im Kampf gegen die Teuerung anzuheben, was vor allem als riskant geltende Wertpapiere wie Aktien tendenziell belasten würde.

Aktien USA

Die US-Aktienmärkte haben sich am Dienstag von ihren Vortagesverlusten etwas erholt. Positiv auf die Börsenstimmung wirkten die Verbraucherpreise, die weniger deutlich als erwartet gestiegen waren. Der IT-Sektor litt unter enttäuschenden Quartalszahlen von IBM.

Der Leitindex Dow Jones Industrial legte zuletzt um 0,1 Prozent auf 52.548 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,3 Prozent auf 7.535 Zähler nach oben. Der Nasdaq 100 gewann 0,8 Prozent auf 29.489 Punkte.

Der Nahost-Konflikt samt weiter steigenden Ölpreisen bleibt im Anlegerfokus. Während das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Straße von Hormus weiter Ziele im Iran bombardiert, hat dieser in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert. Zudem ist die US-Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren, erneut in Kraft. US-Präsident Donald Trump will zudem für eine sichere Passage durch die Straße von Hormus hohe Schutzgebühren einfordern.

Enttäuschende Geschäftszahlen von IBM und zurückhaltende Aussagen des Chefs Arvind Krishna belasteten nicht nur massiv den Aktienkurs des IT-Urgesteins, sondern auch die gesamte Branche. Die IBM-Papiere brachen um mehr als 25 Prozent ein, was dem höchsten Tagesverlust aller Zeiten für die Aktien entsprach. Das Kursminus seit Jahresbeginn beträgt knapp 27 Prozent.

Nachrichten aus Deutschland

Delivery Hero steigen - Kreise: Übernahme durch Uber steht bevor

Berichte über fortgeschrittene Übernahmegespräche haben die Aktien des Essenlieferdienstes Delivery Hero am Dienstag kräftig angetrieben. Am Nachmittag legten sie in der Spitzengruppe im MDax der mittelgroßen Werte um 6,3 Prozent auf 39,29 Euro zu und bauten ihre Kursgewinne seit Jahresbeginn damit auf fast 73 Prozent aus.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass Uber noch in dieser Woche eine Einigung zum Kauf von Delivery Hero erzielen wolle. Demnach würde das Unternehmen bei der angestrebten Übernahme deutlich über dem aktuellen Kursniveau bewertet werden. Zuvor war Uber noch mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf den Essenlieferdienst zugekommen.

Mercedes-Benz legen zu - Jefferies: ruhiger Pre-Close Call

Die Aktien von Mercedes-Benz haben sich am Dienstag in einem fallenden Gesamtmarkt gut geschlagen. Während es mit dem Dax um knapp ein Prozent abwärts ging und Europas Automobilsektor 0,7 Prozent verlor, legten die Papiere der Stuttgarter um 1,8 Prozent auf gut 45 Euro zu.

Auf einer Veranstaltung für Analysten vor der anstehenden Quartalsbilanz (Pre-Close Call) sei es erwartungsgemäß ruhig zugegangen, schrieb Analyst Philippe Houchois von der US-Bank Jefferies. Das Wachstum des Segments kleine Transporter (Vans) liege am oberen Rand der avisierten Spanne von 8 bis 10 Prozent. Die Finanzdienstleistungen dürften die Erwartungen übertreffen. Die Marge im Autogeschäft liege zudem wohl innerhalb der Prognosespanne von drei bis fünf Prozent.

Konflikt im Nahen Osten lastet auf Luftfahrtbranche

Nach Kursgewinnen der Fraport-Aktien dank einer Empfehlung durch Exane BNP am Vortag ist die Aktie am Dienstag unter Druck geraten. Als größter Kursverlierer im MDax büßte sie knapp fünf Prozent auf 67,15 Euro ein und fiel auf das tiefste Nivea seit mehr als einem Monat.

Branchenexperten führen die Kursschwäche auf die sich wieder zuspitzende Situation im Nahen Osten zurück. Der starke Ölpreisanstieg und die gegenseitigen Angriffe der USA und des Iran belasteten die internationale Luftfahrtbranche.

Hapag-Lloyd erhöht Jahresprognose wegen höherer Transportpreise

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd hat wegen gestiegener Transportpreise und zuletzt hoher Nachfrage die Jahresprognose erhöht. Das teilte das Hamburger Unternehmen am Montagabend in einer Ad-hoc-Mitteilung mit. Hapag-Lloyd erwartet nun einen Gewinn vor Zinsen und Steuern zwischen 0,1 Milliarden und 1 Milliarde Euro. Zuvor hatte die Linienreederei mit einem operativen Ergebnis zwischen -1,3 und 0,4 Milliarden Euro gerechnet.

Anleger reagierten begeistert. Die Hapag-Lloyd-Aktie legte im nachbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate um vier Prozent zu.

Drägerwerk nach Quartalszahlen etwas optimistischer für 2026 - Aktie legt zu

Das Medizintechnik-Unternehmen Drägerwerk blickt nach einem guten zweiten Quartal etwas zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) dürfte aufgrund einer starken operativen Geschäftsentwicklung und Zollrückzahlungen nun bei 5,5 bis 7,5 Prozent liegen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Montagabend mit. Zuvor war Drägerwerk am unteren Ende der Spanne von 0,5 Prozentpunkten weniger ausgegangen. Beim Umsatz erwartet der Konzern ein währungsbereinigtes Plus von zwei bis sechs Prozent.

Im zweiten Quartal waren die Erlöse in dieser Berechnung im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 847 Millionen Euro gestiegen. Analysten hatten hier nur mit 820 Millionen Euro gerechnet. Das Ebit legte um mehr als das Doppelte auf 46 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge stieg von 2,6 auf 5,4 Prozent.

Anleger zeigten sich erfreut. Die Drägerwerk-Aktie stieg im nachbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um 2,6 Prozent.

VW-Lkw-Holding Traton mit mehr operativem Gewinn als erwartet - Aktie steigt

Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton hat beim Gewinn für das abgelaufene Quartal besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis habe im zweiten Jahresviertel bei 957 Millionen Euro gelegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Montagabend mit. Die bereinigte operative Rendite habe somit 8,1 Prozent betragen. Beides liege deutlich über der aktuellen Markterwartung.

Diese Entwicklung sei in erster Linie auf das US-Geschäft International Motors zurückzuführen, hieß es weiter. Dort seien im zweiten Quartal zusätzliche zollbezogene Forderungen verbucht worden, die keinen Einfluss auf den Cashflow hätten. Der Netto-Cashflow von Traton Operations habe mit minus 18 Millionen Euro unter den Markterwartungen gelegen.

Anleger zeigten sich über das Gesamtpaket an Neuigkeiten erfreut. Die Traton-Aktie legte im nachbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um gut ein Prozent zu.

Evotec gibt Gewinnhoffnung auf - Niedrigere Erlöse als erwartet

Der Wirkstoff-Entwickler Evotec senkt wegen nun erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen seine Jahresziele deutlich. 2026 sei mit einem Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro zu rechnen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am späten Montagabend mit. Zuvor war Evotec von 700 bis 780 Millionen Euro ausgegangen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nur noch bei minus 70 bis minus 105 Millionen Euro liegen. Zuletzt hatte der Konzern noch auf 0 bis plus 40 Millionen Euro gehofft.

Etwa 40 Prozent der Umsatzlücke seien innerhalb bestehender Partnerschaften gegenüber dem bisherigen Ausblick zum größten Teil auf eine veränderte zeitliche Staffelung sowie angepasste Zeitpläne für Meilensteinzahlungen zurückzuführen. Die entsprechenden Umsätze würden nun im Jahr 2027 erwartet. Etwa 45 Prozent der Umsatzlücke spiegelten gegenüber den Erwartungen geringere Beiträge aus potenziellen neuen strategischen Partnerschaften wider. Rund 15 Prozent der Umsatzlücke sei auf eine geringere als erwartete Umsatzrealisierung zurückzuführen.

Mit den neuen Geschäftszielen werden die Erwartungen von Analysten spürbar verfehlt. Auch der Umsatz des ersten Halbjahres von 300,1 Millionen Euro lag ebenso wie das Ebitda von minus 42,7 Millionen Euro unter den Prognosen der Experten.

Anleger zeigten sich enttäuscht. Die Evotec-Aktie brach im nachbörslichen Geschäft auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 14 Prozent ein.

Shelly steigert Umsatz weiter kräftig

Der Technologiekonzern Shelly hat seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal fortgesetzt. Im gesamten ersten Halbjahr wuchs der Erlös mit eigenen Geräten und damit verbundenen Dienstleistungen im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 68,3 Millionen Euro, wie der bulgarische Anbieter von Lösungen im Bereich Internet der Dinge und Smart Home am Montag nach Börsenschluss mitteilte. Damit fiel die Steigerung noch etwas höher aus als im ersten Quartal. Die Shelly-Aktie legte im nachbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs etwas zu.

Die im SDax gelistete Gesellschaft erhöhte zudem ihre flüssigen Mittel weiter. Diese lagen den Angaben zufolge Ende Juni rund 62 Prozent höher als Ende März und 72 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit liege die Liquiditätsposition bereits nahe an der Untergrenze der kommunizierten Jahresendprognose, die von 35 bis 45 Millionen Euro reicht. Die gesamten Halbjahreszahlen will das Unternehmen am 12. August veröffentlichen.

Jefferies hebt Salzgitter auf 'Buy' - Ziel hoch auf 66 Euro

Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Salzgitter von 55 auf 66 Euro angehoben und die Aktien von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Der Konzern sei einer der größten Profiteure steigender Volumina und Preise im Zuge der Protektionsmaßnahmen für die europäische Stahlbranche, schrieb Cole Hathorn am Montag. Zudem schlage das deutsche Infrastrukturpaket ab 2027 durch. Hathorn sieht 2026 Spielraum für eine weitere Erhöhung der operativen Ergebnisprognose (Ebitda) und liegt mit seiner Prognose für 2027 um 18 Prozent über dem Konsens.

Internationale Nachrichten

Große US-Banken steigern Gewinne kräftig - Aktien legen zu

Überraschend hohe Einnahmen aus Zinsen und Wertpapierhandel haben den großen Geldhäusern der USA im zweiten Quartal unerwartet viel Gewinn eingebracht. Das größte Institut JPMorgan Chase erzielte dank seiner Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa sogar den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte. Auch bei Goldman Sachs, Wells Fargo, Citigroup und Bank of America ging es überraschend stark aufwärts. Die Aktien der Institute legten nach Handelsstart in New York auch teils kräftig zu.

Die JPMorgan-Aktie gewann zuletzt rund drei Prozent, nachdem sie erst vor Kurzem ein Rekordhoch erklommen hatte. Für das Papier von Goldman Sachs ging es an der Spitze des Leitindex Dow Jones Industrial sogar um gut acht Prozent nach oben. Die Papiere von Wells Fargo, Citigroup und Bank of America gewannen zunächst rund ein halbes bis gut zwei Prozent.

JPMorgan hatte im zweiten Quartal von sprudelnden Einnahmen in fast allen Geschäftsfeldern profitiert und die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten übertroffen. Zusätzlich strich die Bank einen Sondergewinn aus ihrer jahrzehntealten Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa ein, indem sie ihre bisherigen Papiere in andere Aktientypen des Kreditkartenkonzerns eintauschte. Der Gewinn daraus lag bei 4,6 Milliarden Dollar, nachdem JPMorgan in früheren Jahren mit ähnlichen Schritten insgesamt noch mehr Gewinn erzielt hatte.

Insgesamt sprang der Quartalsüberschuss der Bank nun im Jahresvergleich sogar um 41 Prozent auf knapp 21,2 Milliarden US-Dollar (18,6 Mrd Euro) nach oben, wie das Geldhaus am Dienstag in New York mitteilte. Aber auch ohne diesen Sonderposten hätte JPMorgan die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten übertroffen.

Bankchef Jamie Dimon erwartet für 2026 jetzt noch höhere Zinserträge als zuletzt. So soll der Zinsüberschuss statt rund 103 Milliarden jetzt 105,5 Milliarden Dollar erreichen. Im zweiten Quartal lag er mit 25,6 Milliarden Dollar rund 10 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die gesamten bereinigten Erträge wuchsen um 27 Prozent auf rund 58 Milliarden Dollar.

Dimon kann sich vorstellen, die hauseigene Chase Digitalbank nach ihrem Start in Deutschland auch in Italien zu etablieren, wie er der italienischen Zeitung "Il Sole 24 Ore" sagte. Chase war hierzulande vor wenigen Wochen mit ihrem Online-Angebot und einem Tagesgeldkonto mit einem befristeten Zins von 4 Prozent an den Markt gegangen.

Bestens liefen die Geschäfte auch bei der Investmentbank Goldman Sachs. Ein boomender Handel mit Aktien und Anleihen bescherte der Bank im zweiten Quartal einen Gewinn von 6,6 Milliarden US-Dollar und damit 78 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Dabei fanden die Zuwächse auf breiter Front statt: Die gesamten Erträge der Bank stiegen um 39 Prozent auf 20,3 Milliarden Dollar. Im Aktienhandel sprangen sie um mehr als 70 Prozent in die Höhe, im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen betrug der Anstieg knapp ein Drittel. Die Gebühreneinnahmen aus der Beratung bei Börsengängen und anderen Kapitalmaßnahmen wuchsen um mehr als die Hälfte, und der Zinsüberschuss legte um gut ein Viertel zu. Analysten hatten sich insgesamt deutlich geringere Steigerungen ausgerechnet.

Auch Citigroup legte deutlich stärker zu als von Experten gedacht. Bankchefin Jane Fraser hatte der Bank einen harten Sparkurs verordnet und nun ging es deutlich aufwärts. So steigerte die Bank ihrer Erträge um 14 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar. Allein der Aktienhandel brachte rund 45 Prozent mehr Einnahmen als ein Jahr zuvor. Weil die Kosten der Bank nur um 5 Prozent wuchsen und auch faule Kredite weniger teuer zu Buche schlugen, sprang der Überschuss ebenfalls um 45 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar in die Höhe.

Ähnlich sah es bei Bank of America aus. Die Erträge legten um rund 15 Prozent auf 31,6 Milliarden Dollar zu. Im Aktienhandel wuchsen sie sogar um 70 Prozent. Die Bank legte weniger Geld für drohende Kreditausfälle zurück und der Überschuss wuchs in der Folge um rund ein Viertel auf 9,1 Milliarden Dollar.

Auch die Großbank Wells Fargo profitierte von ihrem Investmentbanking. Mit einem Gewinn von 6,4 Milliarden Dollar im zweiten Quartal verdiente sie rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr und übertraf die Erwartungen von Analysten. Die Erträge wuchsen um neun Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar. "Wir profitieren eindeutig von der breit angelegten wirtschaftlichen Stärke in den USA", sagte Bankchef Charlie Scharf.

SpaceX bereitet Starship-Testflug 13 für den 16. Juli vor

SpaceX plant den nächsten Starship-Testflug für den 16. Juli – sollte er planmäßig stattfinden, würde sich die Zeit zwischen den Flügen 12 und 13 auf rund 55 Tage verkürzen, verglichen mit 221 Tagen zwischen Flug 11 und 12, was einer viermal schnelleren Abfolge entspräche. Laut Raymond-James-Analyst Brian Gesuale ist der Flug ein wichtiger Beleg dafür, ob Starship den Übergang von Entwicklungsflügen zu einem routinemäßigen Betrieb schafft – besonders im Fokus stehen Triebwerksleistung, Wiederzündung, Landung und Hitzeschutz. Zusätzlich sollen 20 operative Starlink-V3-Satelliten mitgeführt werden, was Starships wachsende Rolle im Ausbau des Satellitennetzes unterstreicht.

Nvidia streicht mehr als die Hälfte seiner asiatischen KI-Chip-Kunden von der Zulassungsliste

Nvidia hat laut Financial Times in Singapur, Malaysia und Japan eine verschärfte Compliance-Prüfung eingeführt, in deren Folge mehr als die Hälfte der bisherigen Kunden – vor allem kleinere Cloud-Anbieter – von der internen Genehmigungsliste gestrichen wurden. Das neue Verfahren umfasst die Prüfung von Eigentümerstrukturen, beabsichtigten Endnutzern und Rechenzentrumsstandorten, um sicherzustellen, dass fortschrittliche KI-Chips nicht über Drittländer nach China gelangen. Gestrichene Kunden können ihre Compliance-Unterlagen ergänzen und einen erneuten Antrag stellen.

CLARITY Act erhält zweite Unterstützung von US-Strafverfolgungsbehörden

Die Federal Law Enforcement Officers Association hat den CLARITY Act zur Krypto-Regulierung offiziell unterstützt und sich damit der National Organization of Black Law Enforcement Executives angeschlossen – beide Organisationen fordern jedoch ergänzende Anpassungen zum Schutz bestehender Ermittlungsbefugnisse. Die doppelte Rückendeckung aus dem Strafverfolgungsbereich entkräftet Argumente, das Gesetz schwäche die Möglichkeiten der Behörden zur Bekämpfung von Kryptokriminalität. Der Senat steht unter Druck, das Gesetz noch vor der August-Parlamentspause zu verabschieden.

Bolivien erwägt USDT als Zahlungsmittel – Coinbase Ventures führt Krypto-VC-Ranking an

Bolivia prüft einen regulatorischen Rahmen, der Tethers USDT-Stablecoin als offizielles Zahlungsmittel neben dem bolivianischen Peso und dem US-Dollar zulassen würde, um einem anhaltenden Dollar-Engpass nach dem Zusammenbruch der Währungsbindung entgegenzuwirken. Parallel dazu zeigen aktuelle Daten von CryptoRank, dass Coinbase Ventures mit 30 Deals in der ersten Jahreshälfte 2026 die aktivste Krypto-Risikokapitalgesellschaft war, gefolgt von Animoca Brands und Andreessen Horowitz. Das Gesamtvolumen der Krypto-VC-Finanzierungen brach im Juni auf 1,4 Milliarden Dollar ein – ein Rückgang von 63 Prozent gegenüber April.

Enthält Material von dpa-AFX

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