(neu: Kursentwicklung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Zwei positive Kommentare von Analysten haben die RWE -Aktie am Dienstag vorübergehend auf den höchsten Stand seit vier Monaten gehievt. Zum Beginn des Xetra-Handels stieg der Kurs um 2,8 Prozent auf über 60 Euro. Anschließend gaben die Papiere die Gewinne in einem fallenden Gesamtmarkt aber sukzessive wieder ab. Zum Handelsschluss lagen sie moderat im Minus bei 58,58 Euro.

Sowohl Goldman Sachs als auch das Investmenthaus Jefferies haben das Kursziel für die Aktien des Stromerzeugers auf 75 Euro angehoben und zugleich ihre Kaufempfehlungen bekräftigt. Damit sind die beiden Banken die größten Optimisten am Markt. Goldman Sachs nahm die RWE-Aktien zudem auf eine Liste solcher Unternehmen, von deren Erfolg Analyst Alberto Gandolfi besonders überzeugt ist.

Aus den Essenern werde vom reinen Stromerzeuger ein vertikal integriertes "Powerhouse" der Versorgerbranche, schrieb Gandolfi mit Blick auf die Übernahme des Netzbetreibers Amprion und der zunehmenden Bedeutung des Anteils an Eon . Die Essener halten 15 Prozent am Energieversorger. Der Experte nahm die RWE-Papiere nun auch auf die "European Conviction List - Directors' Cut".

Ahmed Farman von Jefferies setzt mit seinem von 68 auf 75 Euro erhöhten Kursziel auf immer bessere langfristige Perspektiven von RWE. Die Strompreise am Terminmarkt lägen deutlich über den Annahmen des Managements. Das Unternehmen sei eine der attraktivsten Wachstumsstorys der Branche mit durchschnittlich zweistelligem Ergebnispotenzial per anno bis in die frühen 2030er Jahre.

Das scheint man am Markt ähnlich zu sehen. Mit einem Kursanstieg von fast 30 Prozent seit Jahresbeginn hat die Aktie sowohl den Wettbewerber Eon als auch den europäischen Versorgersektor klar abgehängt, die in diesem Jahr um rund zehn beziehungsweise knapp neun Prozent gestiegen sind./bek/jha/

Quelle: dpa-Afx