ZÜRICH (dpa-AFX) - Aktien von ABB
Die am Morgen vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal hatten zwar insbesondere beim Auftragseingang die Erwartungen übertroffen. Allerdings belastete die gleichzeitig angekündigte Übernahme von Rotork in Großbritannien. Einige Analysten bezeichneten sie als teuer. Der Industriekonzern bietet dafür rund 5,5 Milliarden Dollar für den Automatisierungsspezailisten.
Die Experten der ZKB bezeichneten diesen Preis als "stolz". Die starken operativen Margen von Rotork würden die hohe Bewertung aber rechtfertigen. Weiter hob der zuständige Analyst angesichts des Quartalsberichts das starke Wachstum bei den Aufträgen hervor, das von Rechenzentren getrieben war. Dies zeige, dass der wichtigste Treiber für ABB "auf Hochtouren" laufe. Auch die Bank Vontobel erachtet den Preis für die angestrebte Akquisition als hoch. Aus strategischer Sicht mache der Zukauf aber durchaus Sinn.
Die Experten von Bernstein führten die Abgaben ebenfalls auf die "teure" Übernahme zurück. Allerdings hoben sie das dreistellige Auftragswachstum von ABB bei den Rechenzentren sowie die leicht erhöhte Jahresprognose als positiv hervor. "Die Ergebnisse sollten eine weitere Aufwärtskorrektur der Konsensprognosen im tiefen einstelligen Prozentbereich zur Folge haben", so das Fazit./ls/cf/AWP/mf/stk
Quelle: dpa-Afx