FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Mercedes-Benz haben am Montag mit einem moderaten Minus auf ein Gesetzesvorhaben in den USA reagiert, das in einem Verkaufsverbot auf dem wichtigen Markt münden könnte. Nach Handelsbeginn sanken die Papiere des Autobauers um bis zu 1,2 Prozent. Gegen 9.30 Uhr lagen die Aktien noch knapp 0,7 Prozent im Minus.

Ein Gesetzentwurf, der einen Ausschuss im US-Repräsentantenhaus passiert hat, sieht das Verbot der Produktion und des Verkaufs von Fahrzeugen in den USA vor, deren Hersteller zu mindestens 15 Prozent ausländischen "US-Gegnerstaaten" gehören, darunter auch China.

Fast 10 Prozent der Mercedes-Anteile gehören dem chinesischen, staatlich kontrollierten Autokonzern BAIC. Weitere knapp zehn Prozent sind dem Eigentümer des Geely-Autokonzerns Li Shufu zuzurechnen. Der US-Markt ist der zweitgrößte Automarkt der Welt, Mercedes unterhält in Tuscaloosa (Alabama) zudem eine große Fabrik, die unter anderem die lukrativen Mercedes-SUV-Modelle GLE und GLS baut.

Der Gesetzentwurf sei weit davon entfernt, Gesetz zu werden, und dürfte noch Änderungen erfahren, könne aber zumindest die Marktstimmung belasten, kommentierte ein Händler am Morgen./edh/men/stk

Quelle: dpa-Afx