FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Medienbericht über eine verzögerte Großbestellung von Rüstungsfahrzeugen hat am Montagnachmittag die Rheinmetall-Aktien
Händler wiesen auf einen Bericht des Online-Branchenportals "Hartpunkt" hin. Darin hieß es, eine deutsche Großbestellung für Radfahrzeuge des Typs "Boxer" komme offenbar erst im Februar 2027 und dies mit einem Vertragswert, der etwas unter früheren Aussagen des Konzernchefs Armin Papperger liege. Laut dem Bericht war im Sommer noch die Rede davon, dass die Beschaffung durch die Bundeswehr wohl Anfang Dezember erfolgen werde. In diesem Falle hätten es die Aufträge noch in diesem Kalenderjahr in die Bücher des Rüstungskonzerns geschafft.
Analyst Charles Armitage von der US-Bank Citigroup gab in einem ersten Kommentar vier Anmerkungen dazu ab. Unabhängig vom Zeitpunkt der Erteilung bleibe der Auftrag sehr groß, weshalb Verzögerungen durchaus üblich seien. Auch ohne diesen glaubt der Experte daran, dass das Auftragsvolumen in diesem Jahr über dem Zielwert von 100 Milliarden Euro liegen wird. Ein niedrigeres Volumen könne mit einer anderen Konfiguration der Fahrzeuge in Zusammenhang stehen. Nach einer kurzfristigen Enttäuschung glaubt Armitage an eine mögliche Neubewertung der Aktien nach der Vertragsunterzeichnung./tih/gl/men
Quelle: dpa-Afx