FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Senkung des Jahresausblick und die Verschiebung mittelfristiger Ziele wegen einer schwachen Stapler-Nachfrage hat die Anleger von Kion am Mittwoch nur kurz irritiert. Den kurzzeitigen Kursrutsch von 7 Prozent holten die Papiere schnell wieder auf und drehten ins Plus mit zuletzt 3,9 Prozent auf 36,63 Euro. Das Unternehmen hatte jüngst bereits eine träge Geschäftsentwicklung signalisiert. Zudem hat sich der Aktienkurs 2026 bereits fast halbiert.

Die Anteile von Konkurrent Jungheinrich vollzogen nach den Kion-Nachrichten eine ähnliche Kursentwicklung: Nach einem deutlichen Rücksetzer stand zuletzt ein Plus von 4,3 Prozent auf der Kurstafel.

Die Gewinnwarnung überrasche ihn nicht, da er nach den Vorab-Informationen von Kion zum dritten Quartal damit bereits gerechnet habe, schrieb Analyst Akash Gupta von JPMorgan. Überraschend sei aber die um 4 Prozent verfehlte Konsensprognose für das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) im dritten Jahresviertel. Dies zeige, dass das Quartal wohl schlechter gelaufen sei als von Kion erwartet.

Gupta zufolge ist die Bilanz von Kion in guter Verfassung und die Gewinnwarnung dürfte auch keine größeren Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit haben, so der Experte. Er sieht in der Warnung daher eine gute Kaufgelegenheit vor allem für jene Anleger, die auf die attraktiven Fundamentaldaten des Lagerhaus-Automatisierungsgeschäfts sowie auf eine mögliche Erholung des ITS-Segments im Zuge von Konjunkturmaßnahmen in Deutschland setzten./ajx/bek/mis

Quelle: dpa-Afx