STOCKHOLM (dpa-AFX) - Desaströse Geschäftszahlen haben den Aktien von Volvo Cars am Freitag einen weiteren Einbruch um bis zu 30 Prozent auf ein Rekordtief eingebrockt. Zuletzt dämmte der vom chinesischen Konkurrenten Geely kontrollierte schwedische Autobauer sein Kursminus nur gerinfgügig ein.

Volvo Cars rutschte im dritten Quartal unter anderem wegen der Krise in China tief in die Verlustzone. Die größte Überraschung sei der Rückgang des Großhandelsabsatzes im Zusammenhang mit einem deutlichen Abbau der Lagerbestände, kommentierte Analyst Philippe Houchois von der US-Bank Jefferies. Nachdem das Unternehmen schon Anfang Oktober die Jahresziele kassiert hatte, sollen nun mit einem neuen Sparprogramm weitere 2.500 Stellen wegfallen.

Auch der Nutzfahrzeughersteller Volvo AB , der seit Jahrzehnten von dem Autobauer getrennt ist, konnte die Anleger mit seinem Quartalsbericht nicht überzeugen: Ungeachtet der deutlich gesteigerten Profitabilität und Umsatzentwicklung sowie des starken Auftragseingangs sanken die Aktien um bis zu 3,5 Prozent und verloren zuletzt noch 1,6 Prozent. Damit knüpften sie an den schwachen Vortag an und waren so günstig zu haben wie zuletzt im Frühjahr.

Expertin Daniela Costa von der US-Investmentbank Goldman Sachs sah den Umsatz indes ebenso wie RBC-Experte Nick Housden unter der Konsensschätzung. Housden monierte zudem einen schwachen Auftragseingang für Lastwagen./gl/niw/jha/

Quelle: dpa-Afx