STOCKHOLM (dpa-AFX) - Der von chinesischen Eigentümern kontrollierte schwedische Autobauer Volvo plant eine große Modelloffensive und dabei eine ausgeprägtere Rolle von Verbrennern. Mit 13 neuen Modellen von reinen E-Autos bis zu Hybrid-Fahrzeugen will Volvo-Chef Hakan Samuelsson bis Ende des Jahrzehnts die Profitabilität heben, wie der Konzern am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Dabei will der Konzern in westlichen Märkten von bereits getätigten Investitionen in die Technik profitieren. Die Ausgaben für Entwicklung und Produktion sollen hier daher sinken.

Sieben der neuen Modelle sind für westliche Regionen gedacht, sechs neue eigens für den zuletzt schwierigen Markt in China. Die Volvo-Aktie startete mit deutlichen Aufschlägen in den Handel, reduzierte ihr Plus zuletzt aber auf rund zwei Prozent.

Bis 2030 will Volvo den Anteil gleicher Teile in den Autos von derzeit 10 auf 30 Prozent heben. Dafür soll unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Mutterkonzern Geely aus China ausgebaut werden. Die Materialkosten sollen auf diese Weise um rund 5 Prozent sinken.

Kostensenkungen in der Verwaltung und dem Vertrieb sind ebenso anvisiert. Damit will Volvo seine operative Marge vor Zinsen und Steuern auf über 8 Prozent steigern. Dies war auch bisher das langfristige Ziel der Schweden. Eine Angabe, bis wann das Management dies erreicht haben will, gab es allerdings nicht. Vergangenes Jahr lag das Unternehmen bei dieser Kennziffer gerade noch so in den schwarzen Zahlen.

Bereits vor zwei Tagen hatte Volvo angekündigt, zwei neue Modelle für Europa und die USA mit Hybridantrieben und hohen Reichweiten auszustatten. Das Ziel, bis 2030 nur noch Vollelektroautos anzubieten, hatte Volvo bereits 2024 kassiert. Zwar ist der komplette Umstieg auf Batterieantriebe weiter angepeilt, eine Zeitangabe dafür gibt es aber nicht mehr./men/stw/stk

Quelle: dpa-Afx