KAP AG STARTET ERWARTUNGSGEMÄSS IN DAS NEUE GESCHÄFTSJAHR UND BESTÄTIGT PROGNOSE FÜR 2026
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28.05.2026 / 08:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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KAP AG STARTET ERWARTUNGSGEMÄSS IN DAS NEUE GESCHÄFTSJAHR UND BESTÄTIGT PROGNOSE FÜR 2026
* Umsatz sinkt in einem anspruchsvollen Marktumfeld um 9,1 % auf 66,0 Mio. EUR
* Normalisiertes EBITDA liegt mit 6,4 Mio. EUR um 15,8 % unter dem Vorjahresniveau
* Umsetzung umfassender Restrukturierungsmaßnahmen gestartet
* Prognose für 2026 bestätigt
Fulda, 28. Mai 2026 - Die KAP AG ("KAP"), eine börsennotierte, mittelständische Industrieholding (WKN 620840, ISIN DE0006208408), ist wie erwartet verhalten in das erste Quartal 2026 gestartet. Das Marktumfeld, insbesondere im Automotive- und Industriesektor, blieb anspruchsvoll. Zusätzlich wirkten sich die geopolitischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten dämpfend auf die Nachfrage bei wichtigen Kundengruppen aus. Gestiegene Ölpreise und Energiekosten belasteten die gesamten Wertschöpfungsketten und führten zu geringeren Abrufen oder temporären Verschiebungen von Abrufen, was die Umsatzentwicklung beeinträchtigte. Im strategischen Fokus standen daher die im April 2026 erfolgreich abgeschlossene Refinanzierung und die umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen, die im weiteren Jahresverlauf konsequent fortgesetzt werden und sich sukzessive positiv auf die operative Ertragskraft auswirken sollen.
Verhaltene Entwicklung im ersten Quartal 2026 Die Umsatzerlöse sanken im ersten Quartal 2026 im Konzern um 9,1 % auf 66,0 Mio. EUR (i. Vj. 72,6 Mio. EUR), wobei insbesondere die schwächere Nachfrage zu dieser Entwicklung beitrug. Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("normalisiertes EBITDA") lag aufgrund der niedrigen Abrufe und der damit verbundenen geringen Auslastung der vorhandenen Kapazitäten sowie verzögerten Effekten aus den bereits durchgeführten Personalmaßnahmen mit 6,4 Mio. EUR (i. Vj. 7,6 Mio. EUR) um 15,8 % unter dem Vorjahresniveau. Damit betrug die normalisierte EBITDA-Marge 9,7 % (i. Vj. 10,5 %). Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("normalisiertes EBIT") verbesserte sich aufgrund geringerer Abschreibungen - auch in Folge der zum Jahresende vorgenommenen außerordentlichen Abschreibungen in den Segmenten engineered products und surface technologies - deutlich auf 3,4 Mio. EUR (i. Vj. 2,2 Mio. EUR). Damit erreichte die normalisierte EBIT-Marge 5,2 % nach 3,0 % im Vorjahresquartal.
Ralph Rumberg, CEO/CRO der KAP AG: "Im ersten Quartal lag unser Hauptfokus noch auf dem Refinanzierungsprozess, den wir mit Unterzeichnung im April 2026 erfolgreich abschließen konnten. Damit haben wir die Basis für die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen, die wir umgehend nach der Unterzeichnung begonnen haben, geschaffen. Sie betreffen alle drei Segmente und die KAP Holding in Form von Kosteneinsparungen auf sämtlichen Ebenen, Anpassungen bei unseren Produktportfolien und Produktionskapazitäten sowie Vertriebsinitiativen. Wir verzichten dabei bewusst auf unrentablen Umsatz und richten unsere Kapazitäten konsequent am tatsächlichen Bedarf aus. Dazu gehören auch tiefgreifende Entscheidungen wie die schrittweise Produktionsverlagerung vom unrentablen Standort in Hessisch Lichtenau zu den beiden bestehenden Standorten in Tschechien und Indien im Segment engineered products. Mit der Schließung des deutschen Standorts zum 30. Juni 2027 folgen wir unseren Kunden in neue Zielmärkte und nutzen unsere Ressourcen besser. Insgesamt stärken wir damit die operative Wettbewerbsfähigkeit des Segments engineered products und richten unsere Aktivitäten an den aktuellen Marktentwicklungen aus."
Entwicklung in den Segmenten vom anspruchsvollen Marktumfeld geprägt Im Segment flexible films verlief die Kundennachfrage nach qualitativ hochwertigen 3D-Folien weiterhin zufriedenstellend. Gestiegene Öl- und Energiekosten führten zu einer Zurückhaltung auf Kundenseite, sodass die Abrufzahlen hinter dem starken Vorjahresniveau zurückblieben. Vor diesem Hintergrund sank der Umsatz im ersten Quartal 2026 um 5,7 % auf 28,3 Mio. EUR (i. Vj. 30,0 Mio. EUR). Das normalisierte EBITDA verringerte sich insbesondere durch die Aufwertung des israelischen Schekels um 11,3 % auf 5,5 Mio. EUR (i. Vj. 6,2 Mio. EUR). Damit erreichte die normalisierte EBITDA-Marge 19,4 % (i. Vj. 20,7 %). Das normalisierte EBIT lag mit 4,2 Mio. EUR um 10,6 % unter dem Vorjahreswert (i. Vj. 4,7 Mio. EUR). Die normalisierte EBIT-Marge betrug 14,8 % nach 15,8 % im Vorjahresquartal.
Auch die Entwicklung im Segment engineered products war im ersten Quartal 2026 spürbar von der schwächeren Nachfrage wichtiger Kundengruppen geprägt. Der Umsatz sank im ersten Quartal 2026 um 10,5 % auf 24,7 Mio. EUR (i. Vj. 27,6 Mio. EUR). Durch die niedrige Auslastung lag das normalisierte EBITDA mit 1,5 Mio. EUR um 16,0 % unter dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 1,8 Mio. EUR). Die normalisierte EBITDA-Marge erreichte damit 6,1 % (i. Vj. 6,6 %). Das normalisierte EBIT ging im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 0,5 Mio. EUR (i. Vj. 1,0 Mio. EUR) zurück. Die normalisierte EBIT-Marge erreichte 2,0 % (i. Vj. 3,6 %).
Wie in den anderen Segmenten war auch im Segment surface technologies die Entwicklung im ersten Quartal 2026 von der anhaltend schwachen Nachfrage nach Oberflächenbeschichtungen aus dem Automotive-Sektor geprägt. In diesem überaus schwierigen Marktumfeld sank der Umsatz auf 12,9 Mio. EUR (i. Vj. 15,0 Mio. EUR). Die eingeleiteten Maßnahmen zu den Kapazitätsanpassungen - zu denen auch die Schließung des unrentablen Werks in Leisnig zum 31. Dezember 2025 zählte, das im Vorjahresquartal noch 0,8 Mio. EUR zum Umsatz beitrug - sowie zur Verbesserung der Kostenstrukturen haben bereits zu einem deutlichen Rückgang des absoluten Personalaufwands geführt. Diese ersten positiven Effekte aus den eingeleiteten Maßnahmen zeigen sich aber noch nicht im operativen Ergebnis. Das normalisierte EBITDA verringerte sich vor diesem Hintergrund im ersten Quartal 2026 auf 0,3 Mio. EUR (i. Vj. 0,6 Mio. EUR). Die normalisierte EBITDA-Marge lag damit bei 2,3 % (i. Vj. 4,0 %). Das normalisierte EBIT verbesserte sich aufgrund der deutlich gesunkenen Abschreibungen auf -0,2 Mio. EUR (i. Vj. -2,5 Mio. EUR). Die normalisierte EBIT-Marge betrug - 1,6 % nach - 16,5 % im Vorjahresquartal.
Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand auf Konzernebene unverändert Umsatzerlöse zwischen 230,0 Mio. EUR und 250,0 Mio. EUR sowie ein normalisiertes EBITDA zwischen 19,0 Mio. EUR und 23,0 Mio. EUR. Die Prognose spiegelt die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen wider.
Kontakt: KAP AG Kai Knitter Head of Investor Relations & Corporate Communications investorrelations@kap.de +49 661 103 327
Über die KAP AG Die KAP AG ist eine börsennotierte Industrieholding im gehobenen Mittelstand und konzentriert sich dabei aktuell auf drei Kernsegmente: flexible films, engineered products und surface technologies. Derzeit ist KAP mit 18 Standorten und rund 1.550 Mitarbeitern in zehn Ländern präsent. Mit einem aktiven Beteiligungsmanagement konzentriert sich KAP darauf, das bestehende Portfolio kontinuierlich zu optimieren und Wertsteigerungen zu schaffen. Dabei bleiben die individuellen Stärken und Identitäten der erfolgreich am Markt agierenden Unternehmen gewahrt. Die Aktien der KAP AG notieren im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (General Standard, ISIN DE0006208408).
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Quelle: dpa-Afx