ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Krise des deutschen Autobauers Volkswagen (VW) wirkt sich auch auf dessen Berücksichtigung in wichtigen Aktienindizes aus. Die Wolfsburger müssen den EuroStoxx 50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx am Dienstagabend bekanntgab. Die VW-Aktie hat seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel verloren. Auf Sicht von fünf Jahren liegt das Minus sogar bei fast zwei Dritteln.
Neben VW fliegt auch der niederländische Informationsdienstleister Wolters Kluwer aus dem Auswahlindex für die Eurozone. Aufgenommen werden dafür der französische Energiekonzern Engie und der finnische Netzwerkausrüster Nokia .
Im Stoxx 50 , in dem auch Unternehmen aus Ländern mit einer anderen Währung als Euro notiert sind, ersetzt die britische Bank Barclays die niederländische Internet-Beteiligungsholding Prosus .
Im Stoxx Europe 600 kommt es zu mehr als einem Dutzend Änderungen. Unter anderem müssen ihn der Flughafenbetreiber Fraport und der Autozulieferer Aumovio verlassen. Aufgenommen werden dafür neben vier griechischen Banken der britische Billigflieger Easyjet .
Wichtig sind Indexänderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Diese müssen ihre Portfolios entsprechend umschichten und neu gewichten, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann./he/la
Quelle: dpa-Afx