BASEL (dpa-AFX) - Der Pharmakonzern Novartis muss nach seinem jüngsten Studienflop mit dem Herz-Kreislauf-Mittel Pelacarsen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. In klinischen Tests der fortgeschrittenen Phase III mit dem Medikament Del-desiran gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie (Typ 1) verfehlten die Schweizer ihr vorrangiges Studienziel, wie sie am Dienstag mitteilten. Der Konzern betonte zugleich, dass trotz des neuerlichen Rückschlags die Prognose von 5 bis 6 Prozent jährlichem Umsatzwachstum für den Zeitraum 2025 bis 2030 nicht angetastet wird. Der Aktie half das nicht, sie sackte um rund zehn Prozent ab.

Novartis hatte Del-desiran den Angaben zufolge über einen Zeitraum von 54 Wochen an rund 150 Patienten untersucht. Dabei wurde getestet, ob das Mittel die bei der Erkrankung auftretende Muskelversteifung und damit die Beweglichkeit der Hände verbessern kann. Als primärer Endpunkt galt dabei die Zeit, wie schnell ein Patient eine geballte Faust wieder öffnen kann. Es zeigte sich nach Angaben des Konzerns jedoch kein statistisch signifikanter Vorteil im Vergleich zu jener Testgruppe, die nur ein wirkstofffreies Placebo erhalten hatte.

In weiteren Untersuchungen gab es laut dem Konzern zwar Hinweise auf eine Wirkung in Bezug auf weitere Studienziele wie die Muskelstärke. Novartis will die vollständigen Daten auswerten und anschließend mit den Gesundheitsbehörden über das weitere Vorgehen beraten./tav/jha/

Quelle: dpa-Afx