KÖLN (dpa-AFX) - Der Motorenbauer Deutz
Kurz nach Handelsbeginn stand sie mit rund 4,6 Prozent bei 11,73 Euro im Minus, nachdem sie bereits am Vortag deutlich nachgegeben hatte. Damit entfernt sich der Aktienkurs noch ein Stück weiter von dem erst vor wenigen Tagen erreichten Hoch bei 13,35 Euro, welches das höchste Niveau seit mehreren Jahrzehnten markierte.
Die neu ausgegebenen Aktien entsprechen einer Erhöhung des Grundkapitals um zehn Prozent. Ihren Platzierungspreis hatte Deutz bei 11,70 Euro festgelegt. Angeboten wurden die neuen Aktien seit Montagabend ausschließlich institutionellen Anlegern in einer Privatplatzierung. Das Bezugsrecht der bisherigen Aktionäre war ausgeschlossen.
Die neuen Aktien sollen rückwirkend ab Anfang 2026 voll gewinnberechtigt sein. Der Handel mit den Papieren soll den Angaben zufolge voraussichtlich an diesem Freitag (18. September) beginnen.
Laut einem Händler ist der Schritt wegen der Übernahme des Rüstungs- und Spezialfahrzeugherstellers FFG keine Überraschung. Die FFG-Übernahme ist seit Anfang Juli bekannt und kam seither wegen des damit einhergehenden Einstiegs in den attraktiven Rüstungsbereich an der Börse gut an. In der Spitze hatten die Aktien seither mehr als die Hälfte zugelegt.
In einer Investorenpräsentation hatte das Deutz-Management den mit der Übernahme einhergehenden Anstieg der Verschuldung und eine mögliche Kapitalerhöhung im Umfang von zehn Prozent auch bereits angekündigt. Der Schritt stärke die Bilanz und schaffe trotz des Verwässerungseffekts Finanzkraft für künftiges Wachstum, kommentierte der Börsianer./lew/stw/tav/stk
Quelle: dpa-Afx