BERLIN (dpa-AFX) - Der Kochboxenversender Hellofresh
Für die im Kleinwerteindex SDax
Für Analyst Marcus Diebel von der US-Bank JPMorgan decken sich alle geschäftlichen Kennziffern weitgehend mit den Erwartungen. Operativ entwickle sich das Geschäft des Essenslieferanten aber schwach, die Bestellzahlen seien rückläufig. Auch für Giles Thorne vom Analysehaus Jefferies hat Hellofresh die Erwartungen erfüllt.
Den Jahresgewinnausblick bestätigte das Unternehmen. Der Umsatz entwickle sich aber in Richtung des unteren Endes der Prognosespanne von währungsbereinigt minus 3 bis minus 6 Prozent, wie Hellofresh am Donnerstag in Berlin mitteilte. 2025 wurden hier 6,76 Milliarden Euro verbucht. Laut Branchenexperte Thorne hat der Markt die maueren Aussichten schon vorweggenommen.
Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) sieht das Management um Konzernchef und Mitgründer Dominik Richter indessen weiter bei 375 bis 425 Millionen Euro und damit im besten Fall etwas über dem Vorjahreswert von 423 Millionen Euro.
Der Konzernumsatz sank in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um 8,8 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Analysten hatten hier einen Tick weniger erwartet. Bereinigt um Währungseffekte lag der Rückgang bei 7,8 Prozent.
Der um Sonder- und Währungseffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel um fast ein Viertel auf rund 121 Millionen Euro, was im Rahmen der Markterwartungen lag. Unter dem Strich sank der auf die Anteilseigner entfallene Gewinn von 13,3 auf 2,8 Millionen Euro.
Hellofresh macht schon seit einiger Zeit ein Rückgang der Kundennachfrage zu schaffen. Hinzu kamen Belastungen durch einen stärkeren Euro. Das Management hatte deshalb ein Sparprogramm aufgelegt und setzt zur Ankurbelung der Nachfrage auf Produktverbesserungen sowie auf qualitätsbewusstere und zahlungsfreudigere Kunden.
Im zweiten Quartal stieg der durchschnittliche währungsbereinigte Bestellwert um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum./err/men/mis
Quelle: dpa-Afx