BERLIN (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister Hypoport hat im dritten Quartal dank der Immobilienplattform-Geschäfte mehr verdient als vor einem Jahr. Bei den Geschäften rund um Finanzierungsplattformen ging der operative Gewinn hingegen zurück, und die Versicherungssparte schrieb erneut operativ Verlust, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens von Montagabend hervorgeht. An der Börse kamen die Neuigkeiten in Summe gut an.

Die im SDax notierte Hypoport-Aktie legte am Dienstagvormittag knapp 3 Prozent zu. Der Mitte Oktober begonnene Aufwärtstrend setzt sich damit fort, nachdem die Aktie zuvor auf das tiefste Niveau seit fast einem Jahrzehnt gerutscht war. Aber auch trotz der aktuellen Kursgewinne hat das Papier seit dem Jahreswechsel noch mehr als ein Drittel an Wert eingebüßt.

Vorläufigen Berechnungen zufolge stieg konzernweit der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im dritten Jahresviertel auf 10,8 Millionen Euro, nach 7,6 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Rohertrag verbesserte sich von 67 auf 70 Millionen Euro.

Hypoport hatte bereits vor einer Woche mitgeteilt, dass die Vermittlungsplattform Europace im dritten Quartal ein leichtes Plus von einem Prozent verzeichnen konnte. Die ersten neun Monaten betrachtend stagnierte das Transaktionsvolumen. "Während der Gesamtmarkt für private Immobilienfinanzierungen durch gestiegene Zinsen bei immer noch hohen Kaufpreiserwartungen der Verkäufer zwischenzeitlich nachgibt, verteidigen wir unser Transaktionsvolumen durch Zugewinne bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken", hatte Konzernchef Ronald Slabke da erklärt.

Die höheren Zinsen belasten vor allem den privaten Wohnungsmarkt. Nach dem Zinsanstieg infolge des Iran-Kriegs hatten viele Verbraucher zu Jahresbeginn noch schnell Kredite abgeschlossen, hatte es bereits im Sommer vom Unternehmen geheißen.

Weitere Details und die endgültigen Zahlen zum dritten Quartal will Hypoport am 9. November vorlegen./lew/he/tav/mis

Quelle: dpa-Afx