AARHUS (dpa-AFX) - Der Windanlagenbauer Vestas
Im zweiten Quartal profitierte Vestas von einer anhaltend guten Nachfrage. Der Umsatz kletterte um mehr als ein Viertel auf 4,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erreichte 446 Millionen Euro, die entsprechende Marge sprang von 1,5 auf 9,4 Prozent. Damit übertraf Vestas die Erwartungen der Analysten.
Die Aktie machte im frühen Handel einen Satz von 13 Prozent nach oben und zog den Sektor mit sich. So kletterten die Papiere von Nordex
Analyst Colin Moody von der kanadischen Investmentbank RBC sieht bei Vestas für den Marktkonsens für das Gesamtjahr nun 12 Prozent Spielraum nach oben. Verglichen mit dem Ausmaß der positiven Überraschung sei die Zielanhebung sogar noch zurückhaltend, so der Experte. Er lobte zudem ein "solides Aktienrückkaufprogramm". Der Windturbinenhersteller habe stark abgeschnitten und die Erwartungen vor allem mit dem operativen Ergebnis übertroffen, schrieb Lucas Ferhani von Jefferies.
Das Unternehmen arbeitet seit Jahren an der Verbesserung seiner Profitabilität, nachdem es infolge der Coronavirus-Pandemie mit stark gestiegenen Kosten und Unterbrechungen der Lieferketten zu kämpfen hatte.
Die Nachfrage nach Windkraft wächst unterdessen weiter. Im zweiten Quartal stieg der Auftragseingang um 67 Prozent auf 3,35 Gigawatt, der Auftragsbestand lag zum 30. Juni inklusive Service-Vereinbarungen bei 76,9 Milliarden Euro.
Vestas kündigte zudem an, ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 400 Millionen Euro aufzulegen./nas/lew/mis
Quelle: dpa-Afx