FRANKFURT (dpa-AFX) - Die erneute Zuspitzung der Lage im Nahen Osten hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag Verluste eingebrockt. Die Öl- und Gaspreise stiegen kräftig. Gleichzeitig legten auch die Zinsen an den Anleihemärkten spürbar zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren. In dieser Gemengelage waren Aktien nicht gefragt, Anleger strichen vielmehr Kursgewinne ein.
Der Dax
"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", schrieb Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank. Zudem müsse der Dax mit dem beginnenden September als historisch schwächstem Börsenmonat des Jahres erst noch zeigen, ob er gegen diesen saisonalen Trend weiter steigen könne.
Angesichts der steigenden Zinsen an den Kapitalmärkten gerieten zinssensible Aktien unter Druck. Dazu zählen vor allem Immobilienwerte. Im Dax
Das Geschäftsmodell von Immobiliengesellschaften basiert stark auf Fremdfinanzierung. Steigen die Renditen an den Kapitalmärkten, steigen also tendenziell auch die Finanzierungskosten der Unternehmen. Zudem erschweren hohe Zinsen Verkäufe aus dem Bestandsportfolio ebenso wie Käufe.
Größter Verlierer im Dax waren Siemens Energy mit einem Abschlag von 5 Prozent. Auslöser war ein Medienbericht, demzufolge Elon Musk zur Stromversorgung für eigene Rechenzentren mit SpaceX in den Bau von Gasturbinen einsteigen will.
Kursbewegende Unternehmensnachrichten gab es aus dem Nebenwerte-Index SDax
Noch vor OHB setzte sich die Sto-Aktie
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx