MÜNCHEN (dpa-AFX) - Auch wenn sich Benzin und Diesel zur Mittagszeit um gut 12 beziehungsweise 13 Cent verteuert haben, zeigt der Tankrabatt eine immer stärkere Wirkung. Um 12.15 Uhr - also direkt nach dem üblichen Mittagssprung - kostete ein Liter Super E10 laut ADAC zwar wieder 2,076 Euro, das waren allerdings 15,8 Cent weniger als zur selben Zeit am Donnerstag. Bei Diesel sprang der Preis auf 2,177 Euro pro Liter - das waren 16,2 Cent weniger als zur selben Zeit am Donnerstag. Alle Zahlen beziehen sich auf bundesweite Durchschnittswerte, einzelne Tankstellen können davon deutlich abweichen.

Die Spritpreise haben seit Einführung der 12-Uhr-Regel einen typischen Tagesverlauf herausgebildet: Mittags, bei der einzigen erlaubten Erhöhung des Tages, springen sie stark nach oben - zuletzt teilweise um mehr als 15 Cent. Danach sinken sie relativ zügig bis zum Abend und dann am nächsten Vormittag noch einmal. Sollte dieser Verlauf auch weiter gelten, dürfte mindestens E10 am Samstagvormittag wieder unter 2 Euro pro Liter kosten, vielleicht sogar bereits am Freitagabend. Bei Diesel könnte dies am Samstagvormittag zumindest für einen Teil der Tankstellen gelten.

E10 am Tiefpunkt bei 1,955 Euro

Am Freitag war der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 am Tiefpunkt vor dem Mittagssprung bis auf 1,955 Euro pro Liter gesunken. Bei Diesel bis auf 2,044 Euro. Dabei könnte auch der zuletzt wieder etwas gesunkene Ölpreis geholfen haben.

Seit Mitternacht gilt auf Kraftstoffe, die neu an die Tankstellen geliefert werden ein Steuerrabatt von 16,7 Cent pro Liter. Dieser wird offenbar im Tagesverlauf immer stärker auch an den Zapfsäulen weitergegeben - sofern man die Preise mit denen zur jeweils gleichen Zeit am Vortag vergleicht. Um 8.00 Uhr lagen die Preise erst um jeweils etwas mehr als 10 Cent tiefer als am Donnerstag. Zuvor war erwartet worden, dass die Preise erst sukzessive sinken./ruc/DP/stw

Quelle: dpa-Afx