Hätten Sie zu Buffetts Amtsantritt 10.000 Dollar in Berkshire Hathaway investiert, wären daraus bis heute 610 Millionen Dollar geworden. Besonders drei Dividendenaktien brachten Buffett dabei Milliarden ein.

Auch mit 96 Jahren gehört Warren Buffett noch zu den größten Vorbildern vieler Anleger. Über sechs Jahrzehnte hinweg hat das „Orakel von Omaha“ mit Berkshire Hathaway eine Rendite von sagenhaften 6,1 Millionen (!) Prozent erzielt, gegenüber 46.000 Prozent beim S&P 500. Aus 10.000 Dollar wären somit rund 610 Millionen Dollar geworden. In diesem Artikel werfen wir daher einen Blick auf drei Dividendenaktien, mit denen Buffett teils persönliche Dividendenrenditen von 65 Prozent erzielt. Auch Privatanleger können daraus wertvolle Erkenntnisse für ihre eigene Anlagestrategie ziehen.

American Express

Nach Apple ist American Express die zweitgrößte Position im Depot von Berkshire Hathaway mit einem Marktwert von 46,7 Milliarden US-Dollar. Seit 1995 hat die Aktie von American Express ohne Dividenden eine Rendite von mehr als 3.500 Prozent erzielt. Mit reinvestierten Dividenden waren es sogar rund 5.400 Prozent. Derzeit schüttet das Unternehmen je Aktie eine jährliche Dividende von 3,80 Dollar aus. Buffetts durchschnittlicher Kaufkurs lag bei 8,49 Dollar. Somit beträgt seine persönliche Dividendenrendite fast 45 Prozent.

Chevron

Die Aktie des amerikanischen Ölkonzerns befindet sich erst seit rund fünf Jahren im Portfolio von Berkshire Hathaway. Seit Anfang 2021 hat sie eine Rendite von rund 220 Prozent inklusive reinvestierter Dividenden erzielt. Buffett nutzte die niedrigen Kurse während der Corona-Pandemie, um die Aktie günstig in sein Depot aufzunehmen. Auf der Berkshire-Hauptversammlung 2021 sagte Buffett, dass er glaube, „dass wir noch sehr lange große Mengen an Öl und Gas benötigen werden“. Die Energiepreisschocks im Zuge des Ukrainekriegs sowie der Krise im Nahen Osten geben ihm zumindest Stand heute recht: Allein im laufenden Jahr stieg die Chevron-Aktie um fast 38 Prozent.

Chevron Corporation (WKN: 852552)

Coca-Cola

Mit 38 Jahren ist Coca-Cola die älteste noch bestehende Aktienbeteiligung von Berkshire. Für seine 400 Millionen Aktien gab das Konglomerat ursprünglich rund 1,3 Milliarden Dollar aus. Der aktuelle Wert beläuft sich hingegen auf mehr als 32 Milliarden US-Dollar. Allein die jährlichen Dividenden liegen mittlerweile bei fast 850 Millionen Dollar und entsprechen damit rund 65 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises. Buffetts Nachfolger Greg Abel betonte erst in seinem ersten Aktionärsbrief vom 28. Februar 2026, dass Coca-Cola weiterhin eine der Kernpositionen von Berkshire bleibe und nur bei einer deutlichen Verschlechterung der fundamentalen Aussichten ein Verkauf infrage komme.

Was Privatanleger von Buffett lernen können

Warren Buffett wurde nicht durch hochriskante oder komplizierte Strategien zu einem der reichsten Menschen der Welt, sondern durch das langfristige Halten fundamental starker Unternehmen. Er blieb über sechs Jahrzehnte am Ball und saß Krisen geduldig aus. Dividenden entwickelten sich über die Jahre zu einem wichtigen Renditetreiber: Bei einigen seiner Beteiligungen fließt mittlerweile in weniger als zwei Jahren ein Betrag in Höhe der ursprünglichen Investition als Dividende zurück. Am beeindruckendsten ist somit weniger die Rendite in einzelnen Jahren, sondern die Beharrlichkeit über viele Jahrzehnte hinweg, die den Zinseszinseffekt erst so richtig zur Entfaltung brachte.

Es kann also ein sehr rentabler Weg sein, die Investitionen der großen Investoren zu verfolgen. Denn sie sind es, die mit ihren gewaltigen Summen die Kurse maßgeblich bewegen können. Zudem verfügen sie über große Analystenteams, die ständig nach den attraktivsten Investitionsgelegenheiten Ausschau halten. Für Privatanleger kann es jedoch sehr mühsam sein, sämtliche Investments der großen Investoren im Blick zu behalten. Der Börsenbrief „13F-Berichte“ nimmt Ihnen diese Arbeit ab: Darin finden Sie die 50 Unternehmen, die derzeit bei den Top-Investoren der Wall Street besonders gefragt sind.

Zum Börsenbrief 13F-Berichte

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Häufig gestellte Fragen:

Welche Dividendenaktien hält Warren Buffett besonders lange? 

Coca-Cola befindet sich seit 1988 im Portfolio von Berkshire Hathaway und ist damit die älteste noch bestehende Aktienbeteiligung.

Wie hoch ist Warren Buffetts persönliche Dividendenrendite bei Coca-Cola? 

Gemessen am ursprünglichen Kaufpreis erzielt Berkshire Hathaway inzwischen eine jährliche Dividendenrendite von rund 65 Prozent.

Was kann ich als Privatanleger von Warren Buffett lernen? 

Buffetts Strategie zeigt, dass sich der langfristige Kauf fundamental starker Unternehmen auszahlt. Besonders die Wiederanlage von Dividenden kann den Vermögensaufbau beschleunigen.