Eine Studie der US-Investmentbank Goldman Sachs führte dazu, dass das Gemetzel der Apple-Aktie weiterging - und sich sowohl auf andere Tech-Aktien als auch andere Börsen erweiterte. Goldman Sachs warnte vor der niedrigen Volatilität im US-Technologiesektor und einer gefährlichen Konzentration auf die "Big Five" (Apple, Amazon, Facebook, Google und Microsoft). Es sei eine Bewertungsblase entstanden mit Parallelen zu früheren blasenartigen Entwicklungen etwa in den Jahren von 1999 bis 2000, so die Analysten.
Die fünf Aktien büßten innerhalb von zwei Stunden 100 Milliarden Dollar ihrer gesamten Marktkapitalisierung von 600 Milliarden Doller ein. Platzt da eine Blase? "Jeder hat wegen den Tech-Aktien hyperventiliert - jetzt startet der Ausverkauf", sagt etwa Adam Ablesen, Fondsmanager von Stralem & Co. Andere Analystenhäuser werteten die Aktie ebenfalls ab.
Tatsächlich könnte ein Korrektur ein wenig Luft aus dem überhitzen US-Markt lassen. Zwar sind die Bewertungen der Tech-Giganten noch nicht so hoch wie vor dem Crash des Neuen Marktes nach der Jahrtausendwende. Sie stehen allerdings laut Goldman Sachs aktuell für 13 Prozent des Börsenwerts im S&P 500 - was der Marktmacht von Microsoft, Oracle, Cisco, Intel und Lucent vor dem Platzen der Neuen-Markt-Blase durchaus ähnlich sei. Eine weitere Gefahr sei, dass sie die heutigen Tech-Champs weniger profitabel sei, als die Konzerne 2000.
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Einschätzung der Redaktion
Die erste Bodenbildung des aktuellen Crashs ist für Anleger mit starken Nerven ein Einstiegssignal. Momentan ist vor allem die Nervosität der Investoren groß. Doch Apples Zahlen, Cashreserven und auch der Cashflow sind gut - und die technischen Details zum iPhone 8 sind bislang lediglich Gerüchte.
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