Warren Buffett prägte Berkshire Hathaway. Der Konzern hat jetzt allerdings Ambitionen im KI-Markt verstärkt. Unter der Leitung von Greg Abel kaufte das Unternehmen zusätzliche Anteile eines aktuellen Top-Unternehmens im Wert von zehn Milliarden US-Dollar nach. Sollten private Anleger diesem Vorbild folgen?

Greg Abel hat den Investoren von Berkshire Hathaway in einem Schreiben zugesagt, an der Investmentstrategie von Warren Buffett festzuhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass der CEO auf Zukäufe verzichtet. Im Gegenteil: Aktuelle Daten zeigen einen Zufluss von Alphabet-Anteilen im Wert von zehn Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 stockte das Unternehmen die Position bereits um elf Milliarden US-Dollar auf. Warren Buffett hat Tech-Werte weitestgehend gemieden, doch Abel nutzt den Hype als Grundstein des Portfolios.

Berkshire Hathaway profitiert von Alphabet-Kapitalerhöhung

Alphabet hat eine Kapitalerhöhung in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar durchgeführt - und Berkshire Hathaway investierte die bereits genannten zehn Milliarden US-Dollar. Abel konnte zudem einen Rabatt für die Anteile herausschlagen. Gleichzeitig sendet der Nachkauf auch ein Signal an den Markt, dass selbst konservative Großinvestoren den KI-Sektor als Pflichtinvestition ansehen.

Die Alphabet-Aktie legte innerhalb eines Jahres um mehr als 100 Prozent zu. Mit der Kapitalerhöhung will das Unternehmen einerseits zusätzliche KI-Infrastruktur schaffen und andererseits Mitarbeitern helfen, Steuern auf aktienbasierter Vergütung zu zahlen. Im Cloud-Bereich soll das Unternehmen ebenfalls zulegen, da die Kapazität und Nachfrage zunehmend steigen. Gleichzeitig plant das Management insgesamt 180 bis 190 Milliarden US-Dollar dieses Jahr zu investieren. Alphabet könnte in der aktuellen Hype-Phase weiter wachsen und auch Berkshire Hathaway dazu verleiten, weiteres Kapital zu investieren und die Position im Portfolio noch weiter zu stärken.

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Sollten Anleger in die Alphabet-Aktie investieren?

Wie bei jedem anderen KI-Wert ist auch die Alphabet-Aktie mit Spekulationen verbunden. Geht es dem Markt gut, steigt der Titel weiter. Sinkt die KI-Nachfrage müssen auch Alphabet-Anleger mit Verlusten rechnen. Allerdings ist das Unternehmen deutlich breiter aufgestellt als SK Hynix oder Nebius - zwei Werte, die Analysten aufgrund der Kursentwicklungen aktuell ebenfalls empfehlen. Anleger sollten hier dennoch mit volatilen Kursen rechnen.

Die Alphabet-Aktie ist bereits seit längerer Zeit eine laufende Empfehlung von BÖRSE ONLINE. So konnten Leser, die bereits seit einem Jahr investieren, über 115 Prozent Rendite erzielen. Möchten Sie ebenfalls von solchen Empfehlungen profitieren, ist das BÖRSE ONLINE-Probeabonnement genau die richtige Wahl. Hier bekommen Sie die nächsten vier Ausgaben zum deutlich günstigeren Preis geboten.

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Häufig gestellte Fragen

Wer ist Warren Buffett?

Er gilt als Börsenlegende und einer der erfolgreichsten Investoren der Welt. Mit Berkshire Hathaway hat er ein Milliardenvermögen aufgebaut, trat Ende 2025 jedoch als CEO zurück.

Warum ist die Alphabet-Aktie auch für private Anleger spannend?

Der Titel profitiert stark vom aktuellen KI-Hype. Alphabet gilt als spekulative Anlage, ist jedoch aufgrund des breiten Geschäftsfeldes sicherer als viele andere KI-Aktien.

Was bedeutet eine Kapitalerhöhung für bestehende Aktionäre?

Eine Kapitalerhöhung kann Unternehmen neues Geld für Investitionen bringen, verwässert aber unter Umständen die Anteile bestehender Aktionäre. Der anschließende Kursverlauf ist häufig abhängig davon, für was das Geld eingesetzt wird.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Chefredakteur dieser Publikation, Herr Jens Castner, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Berkshire Hathaway.