Nach einem schwachen ersten Halbjahr haben sich einige Werte aus dem S&P 500 erholt. Doch nicht alle Verlierer haben den Turnaround geschafft.

Nach dem Tief im ersten Halbjahr kommt nun die Erholung: Viele Aktien aus dem S&P 500 befinden sich gerade in einer Aufwärtsbewegung. So verloren die 25 schwächsten Werte des Index im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt 42,4 Prozent. Im zweiten Halbjahr legten sie bis zum Stichtag dagegen im Schnitt um 34,6 Prozent zu. Unterm Strich liegen sie damit allerdings noch rund 22 Prozent im Minus. Die Auswertung stammt von der US-amerikanischen Finanz- und Marktforschungsfirma Bespoke Investment Group und wurde Ende Oktober veröffentlicht.

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S&P-500-Aktien: Erholung bei Consulting und IT-Services

Accenture befindet sich nach einem Absturz in einer Gegenbewegung. Der Beratungskonzern senkte seine Umsatzwachstumsprognose auf 3 bis 4 Prozent, die Aktie verlor daraufhin an einem Tag fast 18 Prozent. Bis Anfang Juli summierte sich das Minus laut einer Auswertung auf rund 57 Prozent. Im Juli legte die Aktie dann um rund 33 Prozent zu. Der Analyst Trefis verweist auf 104 größere Kundenaufträge im laufenden Jahr. Die Erholung wird jedoch eher mit Gegenbewegung und Sektorrotation erklärt als mit neuen Geschäftszahlen, denn Accenture hatte im Juli keine Quartalszahlen vorgelegt.

Accenture (WKN: A0YAQA)

Cognizant war im Juni zusammen mit Accenture unter Druck geraten, weil Anleger eine KI-bedingte Schwächung der klassischen Beratungsnachfrage fürchteten. Anfang Juli lag das Minus bei rund 47 Prozent. Im Juli stieg die Aktie um rund 43 Prozent und wurde damit zum stärksten Monatsgewinner im S&P 500. Die Quartalsbuchungen waren zwar um 6 Prozent gesunken, doch Marge und Gewinn überzeugten. Anleger lasen daraus, dass sich KI-Projekte für Cognizant rechnen können.

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Cognizant Technology Solutions (WKN: 915272)

Gartner gehörte zu den drei Werten, die im Halbjahr jeweils 44 bis 55 Prozent verloren. Auch hier sahen Beobachter die Angst vor KI-Substitution als Hauptgrund. In der Bespoke-Auswertung gehört Gartner zu den stärksten Erholungsbewegungen im Software- und Dienstleistungsbereich.

Gartner Inc. (WKN: 887957)

Bedroht durch KI? Software mit Gegenwind

Intuit verlor im ersten Halbjahr zwischen 55 und 58 Prozent und ist damit einer der größten Verlierer des Index. Das Unternehmen strich rund 17 Prozent der Stellen, etwa 3.000 Jobs. Goldman Sachs senkte das Kursziel auf 276 Dollar, zuvor waren es 519 Dollar. Der Börsenwert sank laut Forbes von über 219 Milliarden auf rund 88 Milliarden Dollar. Eine verlässliche Erholungsbilanz für das zweite Halbjahr fehlt bislang.

Intuit (WKN: 886053)

Workday lag zur Jahresmitte rund 37 Prozent im Minus und zählte damit zu den schwächsten Werten des Nasdaq-100. Der Cloud-Anbieter für Unternehmenssoftware steht ebenfalls im Verdacht, durch KI-Werkzeuge unter Druck zu geraten.

Workday (WKN: A1J39P)

Die Nachzügler: Erholung ausgeblieben

Insulet, Lululemon und Nike setzten ihren Abwärtstrend im zweiten Halbjahr fort, obwohl sich der breite Markt erholte. Bei Lululemon und Nike kommt der Druck aus dem Konsumgeschäft, nicht aus der KI-Debatte.

Weiterführende Links

Fazit: KI bleibt ein fast allumfassendes Thema

Der Ausverkauf im ersten Halbjahr traf vor allem Werte, deren Geschäftsmodell als durch KI bedroht galt. Die stärkste Erholung kam bei Beratern und IT-Dienstleistern. Wer auf eine breite Rückkehr setzt, sollte aber genau hinschauen. Einige Titel haben nach dem Tief neue Fundamentaldaten geliefert, andere nicht. Ob die Erholung hält, zeigen die kommenden Quartalszahlen.

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Häufige Fragen

Was hat Bespoke Investment Group ausgewertet? 

Bespoke hat die Kursentwicklung der 25 schwächsten S&P-500-Aktien aus dem ersten Halbjahr 2026 untersucht. Diese verloren im Schnitt 42,4 Prozent und legten im zweiten Halbjahr bis zum Stichtag um 34,6 Prozent zu.

Warum haben Accenture und Cognizant im Juli so stark zugelegt? 

Bei Accenture spielten vor allem Gegenbewegung und Sektorrotation eine Rolle, da das Unternehmen im Juli keine Quartalszahlen vorlegte. Bei Cognizant überzeugten trotz gesunkener Buchungen Marge und Gewinn. Anleger schlossen daraus, dass sich KI-Projekte für das Unternehmen auszahlen können.

Heißt die Erholung, dass die Verlierer wieder auf Vorjahresniveau sind? 

Nein. Trotz der starken Gegenbewegung liegen die 25 schwächsten Werte insgesamt noch rund 22 Prozent im Minus.

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