Die Milliardeninvestitionen der Tech-Giganten stehen massiv in der Kritik. Doch „The Big Short“-Investor Steve Eisman warnt nun vor einem ganz anderen Auslöser für den nächsten KI-Crash.
Viele Investoren argumentieren, dass die hohen Investitionsausgaben der Hyperscaler eine Belastung für den Aktienmarkt darstellen. Doch der aus "The Big Short" bekannte Investor Steve Eisman warnt inzwischen sogar vor dem Gegenteil: Sollten Microsoft, Alphabet, Amazon oder Meta ihre KI-Ausgaben zurückfahren, könnte das eine scharfe Korrektur am Gesamtmarkt auslösen.
In einem CNBC-Interview erklärte Eisman, der Markt sei derzeit stark von einem einzigen Trade abhängig: dem Erfolg oder Misserfolg der künstlichen Intelligenz. Vor einem Jahr hätten Anleger noch jede Erhöhung der Investitionsausgaben gefeiert. Inzwischen sei die Lage deutlich komplizierter.
Wie nervös der Markt auf das Thema reagiert, zeigte zuletzt Alphabet. Obwohl der Konzern die Erwartungen übertraf, geriet die Aktie unter Druck, nachdem das Management die Capex-Prognose von 190 auf 205 Milliarden US-Dollar angehoben hatte. Die milliardenschweren Investitionen zogen den Free Cashflow das erste Mal in der Unternehmensgeschichte ins Negative. In der Analystenkonferenz sagte der CFO zudem, dass der Cashflow noch auf absehbare Zeit angespannt bleiben wird aufgrund der hohen Investitionen.
Das gefährliche KI-Dilemma der Börse
Doch auch sinkende Ausgaben wären laut Eisman kein Entwarnungssignal. Auf die Frage, was passieren würde, wenn ein großer Hyperscaler seine Investitionen kürzt, antwortete er: „Ich glaube, der Markt würde direkt abstürzen.“ Besonders Nvidia und andere KI-Zulieferer wären betroffen, da ein großer Teil ihres Wachstums direkt am Ausbau der Rechenzentren hängt.
Damit steckt der Markt laut Eisman in einem Dilemma: Steigende Capex belasten Margen und Cashflows. Fallende Capex würden dagegen Zweifel am KI-Boom wecken. Solange die Hyperscaler ihre Ausgaben erhöhen und zugleich stark wachsen, kann der Trend weiterlaufen. Erste echte Kürzungen könnten jedoch zeigen, wie abhängig die Börse inzwischen von der KI-Investitionswelle geworden ist.
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Häufig gestellte Fragen:
Wer ist Steve Eisman?
Steve Eisman ist ein Investor, der durch seine erfolgreiche Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 bekannt wurde. Seine Geschichte diente als Vorlage für „The Big Short“.
Warum warnt Eisman vor einem KI-Crash?
Eisman warnt, dass der Aktienmarkt stark vom KI-Boom abhängt. Sollten große Tech-Konzerne ihre KI-Investitionen kürzen, könnten Zweifel am gesamten Wachstumstrend entstehen.
Welche Aktien wären von sinkenden KI-Ausgaben betroffen?
Besonders Nvidia und andere Zulieferer für Rechenzentren könnten unter sinkenden KI-Ausgaben leiden. Ihr Wachstum hängt stark von den Investitionen der Hyperscaler ab.