Die Börsen schwanken - Ist das Glas halb voll oder halb leer?
· Börse Online Redaktion
Eines scheint klar, die hohe Volatilität wird vorerst bleiben. Giles Keating, Leiter des Werthstein Instituts, erwartet: "Ich denke, die Märkte bleiben bei hoher Volatilität ohne klare Orientierung, hin- und hergerissen zwischen Risiken wie einem Handelskrieg und guten Nachrichten aus den Unternehmen."
Wenn Kurse stark schwanken, bietet das für Anleger auch Möglichkeiten. Valérie Plagnol betont: "Die Bewertungen sind nun angemessener, der grundlegende Wachstumstrend ist weiterhin intakt. Gerade jetzt kann es sich lohnen, Ausschau nach längerfristigen Chancen zu halten."
Vorsichtig äußert sich Bronwyn Curtis: "Wirtschaftswachstum und Unternehmensgewinne erreichen ihren Höchststand, die Zinsangst bleibt. Ich gehe in den kommenden drei Monaten von weiterhin hoher Volatilität und leicht fallenden Aktienkursen aus."
Für Robert Halver wird die Gefahr eines Handelskriegs überschätzt: "Die Aktienmärkte sind erstaunlich robust. Die Akteure lassen sich von protektionistischen Verbalscharmützeln nicht aus der Reserve locken, denn sie wissen: Einen echten Handelskrieg kann es nicht geben, weil davon auch Amerika massiv negativ betroffen wäre."
Zusammengefasst: Keine Spur von Überschwang bei leicht steigenden Kursen. Ein genauer Blick lohnt. Eigentlich kein schlechtes Zeichen für Anleger. Der Werthstein Index im April steigt auf 4,8 Punkte, nach 4,0 Punkten im März. Der Index drückt die durchschnittliche Einschätzung der Mitglieder des Werthstein Instituts über die Entwicklung der globalen Aktienmärkte für die kommenden drei Monate aus. Mögliche Wertungen liegen zwischen "1" (extrem negativ) und 10 (extrem positiv).
Mehr Informationen und das aktuelle Video zum Werthstein Index finden Sie hier.
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