Diese drei Dividendenaktien bieten jetzt eine seltene Kaufchance. Ihre Vorteile: eine hohe Dividendenrendite jenseits der fünf Prozent, etablierte Geschäftsmodelle und die mögliche Kurschance.

Wer bei Dividendenaktien nur auf die Ausschüttung achtet, macht einen großen Fehler. Auch operative Stärken, mögliches Aufwärtspotenzial oder aktuelle Kurse spielen eine wichtige Rolle.

Wenn Sie solche Titel suchen, sollten Sie einen Blick in den "Globale Dividendenstars"-Index von BÖRSE ONLINE oder auf die folgenden drei Monster-Dividendenaktien werfen.

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Diese drei Monster-Dividendenaktien bieten jetzt Kaufchancen

Die folgenden Titel bieten eine Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent. Es geht dabei konkret um drei etablierte Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 19 Jahren ohne Unterbrechung ausschütten.

Pfizer (Dividendenrendite: 7,2 Prozent)

Pfizer bietet eine hohe Dividendenrendite von rund 7,2 Prozent, die das Unternehmen quartalsweise ausschüttet - und das seit mehr als 87 Jahren. Obwohl das Unternehmen erst seit 1942 an der Börse notiert ist, zahlte Pfizer bereits in den 1930er-Jahren eine Gewinnbeteiligung an die Eigentümer,

Der Pharmakonzern bietet eine extrem breite Produktpalette und vermarktet Produkte wie Krebsmedikamente oder Impfstoffe. Die Pipeline von Pfizer umfasst 96 Programme, von denen 36 entweder die behördliche Zulassung durchlaufen oder bereits in eine späte Testphase eingetreten sind.

Dennoch steht das Unternehmen vor einem schwierigen Patentzyklus, weil in den kommenden Jahren mehrere wichtige Produkte ihren Patentschutz verlieren und damit Druck auf Umsatz und Gewinn entstehen könnte.

Seit der Corona-Pandemie stürzte die Aktie deutlich und notiert aktuell auf dem niedrigsten Niveau seit September 2025.

Ein möglicher neuer Stützpfeiler ist das experimentelle Mittel gegen Fettleibigkeit, das der Konzern möglicherweise bereits 2028 auf den Markt bringen kann. Zusätzlich bieten die Papiere eine Turnaround-Möglichkeit, sollte das Unternehmen seine Produktpipeline um starke Einzelmedikamente erweitern und diese auf den Markt bringen. Das Risiko bei der Pfizer-Aktie ist dennoch höher als bei dem nächsten Titel.

Pfizer (WKN: 852009)

Verizon Communications (Dividendenrendite: 6,2 Prozent)

Verizon hat in den vergangenen 19 Jahren in Folge seine Dividende erhöht. Für die nächste Ausschüttung liegt die erwartete Dividendenrendite bei 6,2 Prozent. Der Konzern ist einer der größten Telekommunikationsanbieter der USA und konkurriert dort unter anderem mit der Telekom-Tochter T-Mobile US.


Obwohl das Unternehmen im ersten Quartal 2026 über den Erwartungen der Analysten lag, belastet eine kürzliche Aussage die Kurse. Nach der Gründung des Joint Ventures mit der britischen BT Group traf Verizon eine Vereinbarung mit dem Partnerunternehmen und rechnet nun für das zweite Quartal 2026 mit Verlusten im hohen dreistelligen Millionenbereich. Grund ist, dass Verizon die in das Gemeinschaftsunternehmen eingebrachten Geschäftsbereiche als "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" einstuft. Zusätzlich schied die Aktie aus dem Dow Jones Industrial Average aus. 

Der Kurs der Verizon-Aktie sackte infolgedessen ein und notiert mittlerweile auf dem tiefsten Wert seit Januar. In den letzten zwölf Monaten verzeichnen die Papiere einen Verlust von etwas mehr als vier Prozent. Seit Jahresbeginn stehen jedoch noch immer drei Prozent Plus zu Buche.

Die Papiere bieten trotzdem langfristiges Aufstiegspotenzial: Die Übernahme von Frontier Communications hat Verizons Glasfaserpräsenz in den USA erhöht und zusätzlich könnte der neue 6G-Mobilfunkstandard zum Kurstreiber avancieren. Schafft es die Aktie das Wachstumspotenzial auszuschöpfen, könnte sie nicht nur für einkommensorientierte Anleger interessant sein.

Verizon Communications (WKN: 868402)

Enterprise Products (Dividendenrendite: 6,1 Prozent)

Enterprise Products (EPD) bietet mit 6,1 Prozent die geringste Dividendenrendite in dieser Liste. Allerdings erhöht das Unternehmen seine Dividende bereits seit 27 Jahren in Folge.

Das Unternehmen betreibt über 50.000 Meilen Pipelines in den USA. Außerdem besitzt EPD Midstream-Anlagen. Diese Infrastruktureinrichtungen dienen der Verarbeitung, der Lagerung und dem Transport von Rohöl, Erdgas und anderen raffinierten Produkten. 

Wie Verizon konnte auch EPD mit den Zahlen zum ersten Quartal die Analystenschätzungen übertreffen. Volumina in der Erdgasverarbeitung und im Pipelinetransport, angetrieben besonders durch das Erdgas- und NGL-Segment, sorgten für einen Umsatz von 14,39 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal. Damit lag der Konzern 4,9 Prozent über dem Analystenkonsens.

Die Aktie folgt seit fünf Jahren einem Aufwärtstrend und erreichte im Mai 2026 ihr Jahreshoch bei 40,17 US-Dollar. Seit Jahresbeginn legten die Papiere um fast 14 Prozent zu. 

Das allgemeine Wirtschaftswachstum und der schnelle Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur treiben den Kurs weiter an und bieten weiteres Wachstumspotenzial. Aktuell baut das Unternehmen sein Midstream-Netzwerk für 5,3 Milliarden US-Dollar in den USA weiter aus, um die steigende Nachfrage zu decken. Wer auf Value-Aktien mit hoher Dividendenausschüttung setzt, sollte definitiv einen Blick auf EPD werfen oder im "Globale Dividendenstars"-Index vorbeischauen.

Enterprise Products (WKN: 915716)

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Häufig gestellte Fragen

Warum sind hohe Dividendenrenditen nicht automatisch ein gutes Zeichen?

Eine hohe Dividendenrendite kann auch entstehen, wenn der Aktienkurs stark gefallen ist. Deshalb sollten Anleger immer prüfen, ob die Dividende nachhaltig ist und ob das Geschäftsmodell genug Cashflow für die Ausschüttung liefert.

Welche Rolle spielt der Verschuldungsgrad bei Dividendenaktien?

Ein hoher Schuldenstand kann die Dividende unter Druck setzen, wenn Zinsen steigen oder Gewinne schwanken. Gerade bei Branchen wie Telekommunikation oder Midstream ist deshalb wichtig, wie stabil die Finanzierung und der freie Cashflow sind.

Was macht eine Dividendenaktie zu einer guten Langfristanlage?

Eine gute Dividendenaktie verbindet eine verlässliche Ausschüttung mit einem robusten Geschäftsmodell und soliden Bilanzen. Wichtig ist nicht nur die Höhe der Dividende, sondern vor allem, ob sie über viele Jahre stabil bleibt und aus dem operativen Geschäft gedeckt ist.

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