Künstliche Intelligenz braucht Unmengen an Energie. Für vier Unternehmen bedeutet das Rekordaufträge, volle Auftragsbücher und eine goldene Zukunft.

Künstliche Intelligenz wird den Stromverbrauch in den USA in den kommenden Jahren massiv ansteigen lassen. Das geht aus einem aktuellen Ausblick der US-Energiebehörde EIA hervor. Demnach steigt die Nachfrage von 4.195 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2025 auf 4.260 TWh im Jahr 2026 – und soll 2027 mit 4.388 TWh einen weiteren Höchststand erreichen.

Als zentrale Wachstumstreiber nennt die Behörde den rasant steigenden Energiebedarf von Rechenzentren für KI sowie die fortschreitende Elektrifizierung von Privathaushalten und Unternehmen, die zunehmend auf Strom statt fossiler Brennstoffe für Heizung und Mobilität setzen.

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Dieselbe Dynamik entfaltet sich selbstverständlich auch außerhalb der USA - für Europa werden ebenso einstarl steigender Ener Bedarf prognostiziert.Das ist eine große Chance für Unternehmen, die bereits heute in der Position sind, davon zu profitieren, schreibt die Finanzwissen-Plattform “Motley Fool”. Ein Überblick.

Weiterführende Links

GE Vernova

GE Vernova (GEV) ist die frühere Energiesparte von General Electric und stellt alles her, was die Energiewende braucht – von Windturbinen bis zu Stromnetzlösungen. Derzeit wegen des KI-Booms besonders gefragt: Erdgasturbinen. Sie sind skalierbar, flexibel regelbar und ermöglichen Rechenzentrumsbetreibern eine eigene Stromversorgung vor Ort – ohne zeitraubende und kostspielige Netzanschlüsse. 

PwC prognostiziert, dass die rechenzentrumsgetriebene Erdgasnachfrage in den USA bis 2035 auf das Fünffache steigen könnte. Mit einem Auftragsbestand von 176 Milliarden US-Dollar – knapp zwei Drittel davon Gasturbinen – und einem Umsatzziel von rund 46 Milliarden Dollar für 2026 ist GE Vernova laut “Motley Fool” bestens aufgestellt, um davon zu profitieren. 

Tipp: Wer gerne in den Hype einsteigen möchte, sollte sich den "Künstliche Intelligenz"-Index von BÖRSE ONLINE genauer anschauen. 

GE Vernova (WKN: A404PC)

Vistra

Vistra (VST) ist kein klassischer Energieversorger – auch wenn das Unternehmen rund fünf Millionen Kunden direkt mit Strom beliefert. Das Kerngeschäft liegt in der Stromerzeugung und dem Großhandel. Diesen Vorteil nutzt Vistra gerade: Statt KI-Rechenzentren wie gewöhnliche Kunden ans Netz anzuschließen, setzt das Unternehmen auf langfristige Direktverträge mit Großabnehmern – darunter Amazon und Meta. Solche Vereinbarungen schaffen verlässliche Planungsgrundlagen für Kapitalinvestitionen, etwa in die Kernenergie, und ermöglichen einen effizienten Kapazitätsausbau. Ein Win-win – und mit Sicherheit erst der Anfang. 

Vistra Corp (WKN: A2DJE5)

Constellation Energy

Constellation Energy (CEG) ist der größte Kernkraftwerksbetreiber der USA. Und Kernkraft liefert genau das, was Rechenzentren brauchen: zuverlässigen, CO2-armen Strom rund um die Uhr. Mit über 20 Reaktoren und einer Gesamtkapazität von rund 22 GW verfügt Constellation über Infrastruktur, die sich nicht so schnell replizieren lässt. 

Microsoft reaktiviert gerade gemeinsam mit Constellation das Kernkraftwerk Three Mile Island für seine KI-Rechenzentren, Meta sicherte sich mehr als ein Gigawatt Nuklearstrom. Rückenwind kommt auch von der Politik: Die US-Regierung hat 2025 per Executive Order den massiven Ausbau der Kernenergie vorangetrieben. Constellation Energy erwartet für das Gesamtjahr 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie (Adjusted EPS) von 11,00 bis 12,00 US-Dollar. 

Constellation Energy (WKN: A3DCXB)

Caterpillar

Caterpillar (CAT) kennt die Welt als Hersteller von Bulldozern und Baggern – doch der Konzern hat ein zweites Standbein, das gerade boomt: mobile Diesel- und Gasgeneratoren sowie batteriebasierte Energiespeichersysteme. Sie dienen KI-Rechenzentrumsbetreibern als Übergangslösung, während permanente Infrastruktur noch aufgebaut wird. 

Kunden wie SpaceX und Microsoft nutzen bereits netzunabhängige Caterpillar-Generatoren für ihre KI-Anlagen. Die Zahlen sprechen für sich: Der Bereich Stromerzeugung wuchs im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent – stärker als jede andere Sparte. Bis 2030 soll sich das Segment verdoppeln; S&P Global prognostiziert einen Umsatzanstieg von 33,4 auf 54,8 Milliarden Dollar.

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Caterpillar (WKN: 850598)

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht Künstliche Intelligenz wirklich? 

Der Strombedarf der KI-Industrie wächst rasant. Goldman Sachs prognostiziert, dass US-amerikanische Rechenzentren ihren Energieverbrauch zwischen 2025 und 2027 von 31 auf 66 Gigawatt mehr als verdoppeln werden.

Welche Unternehmen profitieren am stärksten vom steigenden Energiebedarf durch KI? 

Besonders gut positioniert sind Unternehmen aus der Energieinfrastruktur und -erzeugung. GE Vernova (Gasturbinen), Vistra (Stromerzeugung und -handel), Constellation Energy (Kernkraftwerksbetreiber) sowie Caterpillar (Generatoren und Energiespeicher) zählen zu den Profiteuren, die bereits heute von der KI-getriebenen Stromnachfrage profitieren.

Warum setzen KI-Rechenzentren auf eigene Stromerzeugung statt auf das öffentliche Netz? 

Der Anschluss an das öffentliche Stromnetz ist aufwendig, zeitintensiv und oft kostspielig. Eigene Stromerzeugung – etwa durch Gasturbinen oder mobile Generatoren – ermöglicht es Betreibern von KI-Rechenzentren, schneller in Betrieb zu gehen, die Leistung flexibel anzupassen und unabhängig von Netzkapazitäten zu agieren.

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