Fresenius-Aktie: Starke Zahlen und optimistischer Mittelfrist-Ausblick
· Börse Online Redaktion
Im Gesundheitskonzern, der neben FMC auch die Infusionsspezialisten Kabi, den Krankenhausbetreiber Helios sowie den Dienstleister Vamed umfasst, stach vor allem Kabi als Gewinntreiber mit einem Plus beim operativen Gewinn von 36 Prozent heraus. Der Infusionsanbieter profitierte abermals von Lieferschwierigkeiten der Konkurenz in den USA. Hintergrund: Die Gesundheitsbehörde FDA kontrolliert die Herstellung steriler Infusions- und Medikamentenlösungen scharf und schließt bisweilen auch mal eine Fertigungsstätte vorrübergehend, wenn Standards nicht eingehalten werden. "Wir profitieren hier von unserem jahrelangen Fokus auf Qualitätssicherung in der Fertigung", sagte Konzernchef Schneider.
Nach dem Rekordjahr erhöht der DAX-Konzern die Dividende für 2015 um 25 Prozent auf 0,55 Euro pro Aktie. Es war die 23. Dividendenerhöhung in Folge.
Auch für das laufende Jahr zeigte sich Schneider optimistisch. Der Gewinn soll um acht bis zwölf Prozent zulegen, der Umsatz um sechs bis acht Prozent wachsen - jeweils währungsbereinigt. Der starke Schub durch Kabi lasse zwar nach, dafür sollen Helios und FMC 2016 stärker zulegen. "Die Wachstumstory von Fresenius geht weiter", sagte Schneider.
Der Fresenius-Chef peilt auch für die kommenden vier Jahre ehrgeizige Ziele an. Bis Ende 2019 soll der Umsatz demnach auf zwischen 36 und 40 Milliarden Euro wachsen. Das Konzernergebnis soll dann bei zwei bis 2,25 Milliarden Euro liegen. "Das entspricht einer Verdoppelung unseres Gewinns binnen fünf Jahren von 2019 aus gesehen", erklärte Schneider.
Die Aktie reagierte in einem negativen Gesamtmarkt deutlich positiv auf die Rekordzahlen und die optimistische Mittelfristprognose. Wir bleiben bei unserer Kaufempfehlung. Langfristig sehr attraktiver Wachstumswert, der zudem recht konjunkturresistent ist.
Stopp: 42,00 Euro
Ziel: 65,00 Euro
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