Im jahrelangen Rechtsstreit um Glyphosat zeichnet sich ein Ende ab – und die Bayer-Aktie reagiert mit einer beispiellosen Erholungsrally. Was passiert ist – und wie Anleger jetzt reagieren.

Der Supreme Court, das höchste Gericht der USA, hat sein lang erwartetes Urteil zum Thema Glyphosat gefällt – und die Bayer-Aktie damit auf eine Erholungsrally geschickt. Die Aktie sprang am Donnerstagnachmittag nach einer Entscheidung kräftig nach oben und legte um bis zu 17,1 Prozent zu. Mit 46,31 Euro erreichte das Papier dabei den höchsten Stand seit Mitte Februar.

Das Urteil des US Supreme Court dürfte dazu beitragen, die Rechtsstreitigkeiten zum umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Roundup nach nahezu einem Jahrzehnt juristischer Auseinandersetzungen signifikant einzudämmen, hieß es von Bayer. Das Gericht hat im Fall Durnell zugunsten des von Bayer im Jahr 2018 übernommenen Monsanto-Konzerns entschieden. Wie von den Leverkusenern erhofft, fällte das US-Gericht ein Grundsatzurteil, das besagt, dass die Tochter Monsanto keine Krebswarnung auf ihre Produkte drucken musste, weil dies nicht Bedingung für die Zulassung war. Damit entfällt das Hauptargument für hunderte Klagen gegen Monsanto und – seit der Akquisition von Monsanto – auch Bayer. 

Bayer (WKN: BAY001)

Aktie geht steil

Der Bayer-Konzern ist damit vor weiteren Klagen geschützt – und das begeistert die Anleger. Die Bayer-Aktie legte schon Sekunden nach Bekanntgabe des Urteils zweistellig zu und notiert um 16:20 Uhr gut 15 Prozent im Plus bei 46 Euro.

Auch der Konzern selbst zeigt sich erleichtert: „Das Urteil des Supreme Court ist gut für die Wissenschaft, Landwirte und für Branchen, die auf regulatorische Klarheit für Innovationen angewiesen sind. Es sollte dazu beitragen, die Rechtsstreitigkeiten zu Roundup™ nach nahezu einem Jahrzehnt juristischer Auseinandersetzungen signifikant einzudämmen“, schrieb Bayer in einer ersten Stellungnahme. „Die Entscheidung dürfte dazu führen, dass aktuelle Klagen abgewiesen und mögliche künftige Klagen verhindert werden – soweit sie auf angeblich fehlenden Warnhinweisen beruhen.“ Roundup ist der US-Markenname für das Unkrautvernichtungsmittel, das gemeinhin als Glyphosat bekannt ist.

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Einen offenen Punkt gibt es noch

So ganz ist das Thema dennoch nicht abgeräumt. Bayer erklärte weiter, Monsanto strebe weiterhin die finale Genehmigung des angekündigten Sammelvergleichs an „und setzt die mehrgleisige Strategie zur signifikanten Eindämmung der Rechtsstreitigkeiten zu Roundup weiter fort." Diesem Vergleich muss jedoch noch ein anderes US-Gericht zustimmen. 

Man prüfe das Urteil des US Supreme Court derzeit noch und werde in Kürze eine umfangreichere Stellungnahme abgeben, hieß es bei Bayer weiter.

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Häufig gestellte Fragen

Warum steigen die Aktien von Bayer am Donnerstag?

Der Supreme Court, das höchste Gericht der USA, hat sein lang erwartetes Urteil zum Thema Glyphosat gefällt – und die Bayer-Aktie damit auf eine Erholungsrally geschickt. Die Aktie sprang am Donnerstagnachmittag nach einer Entscheidung kräftig nach oben udn legte um bis zu 17,1 Prozent. Mit 46,31 Euro erreichte das Papier dabei den höchsten Stand seit Mitte Februar.

Was hat der Supreme Court zu Bayer entschieden?

Das Gericht hat im Fall Durnell zugunsten des von Bayer im Jahr 2018 übernommenen Monsanto-Konzerns entschieden. Wie von den Leverkusenern erhofft, fällte das US-Gericht ein Grundsatzurteil, das besagt, dass die Tochter Monsanto kein Krebswarnung auf seine Produkte drucken musste, weil dies nicht Bedingung für die Zulassung war. Damit entfällt das Hauptargument für hunderte Klagen gegen Monsanto und – seit der Akquisition von Monsanto – auch Bayer.

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