Der Softwareriese Microsoft meldet am Mittwochabend nach Börsenschluss in den USA Zahlen zu seinem dritten Geschäftsquartal. Nachdem die Aktie seit Jahresanfang in Dollar gerechnet schon elf Prozent verloren hat, sind die Erwartungen enorm.
Im Fokus der Investoren stehen bei Microsoft naturgemäß die Cloud-Umsätze rund um Azure, zu denen auch innerbetriebliche Filesharing-Anwendungen wie Sharepoint gehören, sowie die KI-Anwendungen, die Microsoft als Abomodell im sogenannten „Copilot“ vermarktet. Im letzten Quartal hatte das Unternehmen allerdings einräumen müssen, dass nur etwa drei Prozent seiner Nutzer von Office-Software auch für den Copilot zahlten.
Erst am Dienstag hatte Microsoft bekanntgegeben, dass die Modelle von OpenAI nicht mehr exklusiv für Azure verfügbar sein werden und Microsoft im Gegenzug keinen Anteil der Einnahmen aus der Nutzung dieser Modelle mehr an OpenAI abführen wird.
Die Anleger werden außerdem darauf achten, ob das Unternehmen schnell genug zusätzliche Rechenzentrumskapazitäten bereitstellen kann, um von der Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten zu profitieren.
Analysten unterscheiden daher neuerdings zwischen „Microsoft Cloud“ und „Intelligent Cloud“.
Das erwartet die Börse
Für das im März endende dritte Quartal wird ein Umsatzwachstum von 16,3 Prozent auf 81,5 Milliarden US-Dollar erwartet. Dabei soll Azure um 38 Prozent wachsen, genau so schnell wie im Vorquartal.
Das erwartet die Börse für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2026 (Quelle: Bloomberg)
• Umsatz 81,46 Milliarden Dollar
davon Microsoft Cloud 53,78 Milliarden Dollar
davon Intelligent Cloud 34,32 Milliarden Dollar
• Gewinn je Aktie 4,04 Dollar
• Operativer Gewinn 36,9 Milliarden Dollar
Außerdem werden, wie zuletzt bei allen Hyperscalern, die Investitionen in KI-Rechenzentren eine Rolle spielen. Nach den Erwartungen der Analysten hat Microsoft von Januar bis März 26,92 Milliarden Dollar investiert.
Erwarteter Ausblick auf das vierte Quartal (1.4.–30.6.2026):
Investitionen: 29,26 Milliarden Dollar (= 107,24 Milliarden Dollar im Gesamtjahr 2025/26)
Hinweis: Weitere Quartalszahlen vom Mittwochabend finden Sie hier
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.