Google-Aktie: IT-Konzern setzt mit Smartphone-Werbung immer mehr um
· Börse Online Redaktion
Konkurrenz machte Google im Werbegeschäft zuletzt vor allem Facebook. Um auf mobilen Geräten noch präsenter zu sein, stellte Google in dieser Woche seinen Such-Algorithmus um. Demnach werden nun die Internetseiten in der Trefferliste bevorzugt, die für Smartphones und Tablets optimiert worden sind. Dies soll die Nutzerfreundlichkeit erhöhen.
Der Aufbau der Suche von Google steht allerdings in der Kritik. Die EU-Kommission wirft dem Branchenprimus Missbrauch seiner Marktmacht vor und droht mit einer Milliardenstrafe. Google soll systematisch den eigenen Preisvergleichsdienst in der Suchmaschine bevorzugt haben. Die Amerikaner weisen die Vorwürfe zurück.
Google ist längst nicht mehr nur in der klassischen Online-Suche tätig. Der Konzern stellt mit der Nexus-Reihe Tablets her, hat das Betriebssystem Android hervorgebracht, bietet mit Wallet ein Bezahlsystem an und seit dem Kauf der Firma Nest Labs auch Thermostate. Zusammen mit anderen Partnern wird am ersten fahrerlosen Auto gearbeitet, und es laufen Projekte mit Heizluftballons, die an entlegenen Orten der Erde für einen Internetzugang sorgen sollen. All dies kostet zunächst viel, weswegen das Kerngeschäft mit Werbung rund laufen muss.
Zu Jahresbeginn erhöhte sich die Zahl der bezahlten Anzeigen bei Google um 13 Prozent. Der Durchschnittspreis sank jedoch um sieben Prozent. Dies war dem Anstieg der margenschwächeren Werbung auf Smartphones und Tablets geschuldet. Laut Pichette wuchs die Videoplattform YouTube weiter stark. Zum Gesamtgeschäft sagte der Finanzchef: "Ohne negative Wechselkurseffekte kletterte der Umsatz um gesunde 17 Prozent im Jahresvergleich."
Pichette verlässt Google zum 26. Mai. Ihm folgt die Investmentbankerin Ruth Porat von Morgan Stanley nach.
Reuters
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