Warren Buffett nannte den Verkauf dieser Aktie einen „sehr großen Fehler". Schlägt nun sein Nachfolger wieder zu?
Warren Buffett gilt als Börsenlegende – doch auch er hat sich hin und wieder verschätzt. So trennte sich seine Investment-Firma Berkshire Hathaway Ende der 90er-Jahre von den Aktien des Fastfood-Giganten McDonald's.
Im Rückblick bezeichnete Buffett das als einen "sehr großen Fehler". Seitdem hat Berkshire die Aktie nicht mehr angefasst. Das könnte sich aber bald ändern.
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Wieso war der Verkauf von McDonald's für Buffett ein Fehler?
Ende 1996 hielt Berkshire Hathaway einen Anteil von 4,3 Prozent an McDonald's im Wert von rund 1,4 Milliarden Dollar. Bis Ende 1998 hatte Buffett jedoch die gesamte Position verkauft. Der Grund war damals eine Neubewertung des langfristigen Wettbewerbsvorteils sowie die Suche nach attraktiveren Kapitalverwendungen.
Was folgte, war für Buffett wahrscheinlich sehr schmerzhaft: Ab 2003 legte McDonald's eine jahrzehntelange Outperformance hin, der Kurs hat sich seither versiebenfacht – deutlich besser als der S&P 500 im gleichen Zeitraum. Hätte Berkshire die Position gehalten, wäre sie heute über 10 Milliarden Dollar wert – ohne die Dividenden einzurechnen.
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Warum McDonalds’s so gut zu Berkshire passt
Nun ist Greg Abel als Nachfolger am Ruder – und der ist weniger preissensibel als Buffett. Die US-Investmentplattform “Motley Fool” spekuliert deshalb, ob Abel plant, die Aktie von McDonald's zurückzukaufen.
Denn das Unternehmen passt perfekt in das Berkshire-Portfolio: McDonald's ist weit mehr als ein Fast-Food-Konzern – das eigentliche Geschäftsmodell basiert auf Immobilien und Franchise-Gebühren, was es extrem krisenresistent macht. Zusammen mit seiner starken Marke und seiner Preissetzungsmacht ist McDonald's damit ein typisches Burggraben-Unternehmen. Der Begriff „Burggraben" wurde von Buffett selbst geprägt und beschreibt den nachhaltigen Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens, nach dem Investoren Ausschau halten sollten. Seit 49 Jahren wird zudem die Dividende jedes Jahr erhöht, was die Aktie zu einem echten Dividenden-Aristokraten macht.
Für Abel, der Berkshires Milliarden an Cash in bewährte Burggraben-Unternehmen investieren will, sei der Rückkauf der Aktie von McDonald's “die naheliegendste Entscheidung überhaupt”, prognostiziert "Motley Fool". Es würde demnach nicht überraschen, wenn Berkshire die Aktie schon bald wieder im Portfolio führe.
McDonald’s-Aktie: Kein Schnäppchen aber "Aktie für die Ewigkeit"
Auch Analysten bewerten die Aktie derzeit mehrheitlich positiv und sehen rund 25 Prozent Kurspotenzial gegenüber dem aktuellen schwächeren Niveau. Wer keine Wachstumsrakete sucht, sondern einen verlässlichen, globalen Qualitätswert für das Langfristdepot, ist bei McDonald's gut aufgehoben – auch wenn das Papier, wie bei vielen "Aktien für die Ewigkeit" üblich, kein Schnäppchen ist.
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Häufige Fragen
Was macht McDonald's?
McDonald's ist weit mehr als eine Burgerkette – das Unternehmen ist im Kern ein Immobilien- und Franchisekonzern. Über 90 Prozent der weltweit rund 40.000 Filialen werden von unabhängigen Franchisenehmern betrieben, die Lizenzgebühren und Miete an McDonald's zahlen. Dieses Modell sorgt für planbare, stabile Einnahmen – selbst in der Finanzkrise 2008 stieg der Umsatz.
Wer ist Warren Buffett?
Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten – und trägt den Spitznamen „Orakel von Omaha". Er baute Berkshire Hathaway von einer maroden Textilfabrik zu einem multinationalen Konglomerat mit einem Börsenwert von über 600 Milliarden Dollar aus. Buffett verfolgt dabei die Strategie des sogenannten Value Investings: Er kauft Unternehmen, die er versteht, zu einem fairen Preis – und hält sie idealerweise für immer. Ende 2025 übergab er nach über 60 Jahren die operative Führung an seinen Nachfolger, bleibt aber Chairman des Unternehmens.
Wer ist Greg Abel?
Greg Abel ist seit Januar 2026 der neue CEO von Berkshire Hathaway und damit Nachfolger von Warren Buffett. Er arbeitete über zwei Jahrzehnte eng mit Buffett zusammen, zuletzt als Vizevorsitzender des Konzerns und Chef von Berkshire Hathaway Energy. Abel gilt als akribischer, operativ starker Manager – und ist weniger preissensibel als sein Vorgänger. Auf seiner ersten Hauptversammlung als Chef sicherte er den Aktionären zu, die enormen Barreserven des Konzerns klug in bewährte Qualitätsunternehmen zu investieren.
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