Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten. Doch nach eigener Einschätzung hatte nicht nur sein Können Anteil an diesem Erfolg. In einem Interview spricht die Börsenlegende über eine wichtige Entscheidung zu ihrem Milliardenvermögen.
Warren Buffett hat in seiner langen Karriere ein Vermögen von rund 147 Milliarden Dollar aufgebaut. Doch die Börsenlegende führt ihren Erfolg nicht allein auf Können und Disziplin zurück. In einem aktuellen CNBC-Interview sprach Buffett außerdem über eine wichtige Entscheidung zu seinem Milliardenvermögen.
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Warren Buffett: „Ich gehöre zu den zehn Glücklichsten der Welt“
"Bei acht Milliarden Menschen könnte ich zu den zehn Glücklichsten der Welt gehören", sagte Buffett in einem CNBC-Interview vom 15. Juli - wenige Wochen vor seinem 96. Geburtstag.
Hinzu kommt, dass Buffett in den USA geboren wurde und als weißer Mann mit gesellschaftlichen Vorteilen aufwuchs. In einem Brief an die Berkshire-Aktionäre aus dem Jahr 2024 hatte er erklärt, diese Voraussetzungen hätten ihm früh Selbstvertrauen gegeben. Auch sein früher Zugang zur Börse war aus Buffetts Sicht Zufall. Sein Vater Howard Homan Buffett war Börsenmakler und machte ihn bereits als Kind mit Aktien vertraut. Mit elf Jahren kaufte Buffett drei Aktien von Cities Service zu jeweils 38 Dollar. "Wenn mein Vater Klempner gewesen wäre, hätte ich nicht das getan, was ich heute tue", sagte er.
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Buffett beendet Spenden an Gates Foundation
Dass er mit fast 96 noch immer an seinen Prinzipien festhält, zeigt Buffett mit einer Umstrukturierung seiner Spendenausgaben. Seit 2006 hatte der Star-Investor mehr als 47 Milliarden Dollar an die Gates Foundation gespendet. Bei der für 2026 angekündigten Aktienzuwendung geht die Stiftung jedoch leer aus. Stattdessen erhalten vier familiennahe Organisationen Berkshire-Aktien. Die Susan Thompson Buffett Foundation bekommt neun Millionen Aktien. Die Sherwood Foundation, die Howard G. Buffett Foundation und die NoVo Foundation erhalten jeweils eine Million Aktien.
Buffett sagte, er habe Bill Gates rund drei Wochen zuvor über die Entscheidung informiert. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ über eine Prüfung von Gates’ Verbindungen zu Jeffrey Epstein berichtet. „Ich habe viel darüber gelesen, was zwischen Bill und Epstein passiert ist, einschließlich seiner unter Eid gemachten Aussagen vor dem Kongress und der Kreuzverhöre. Es ist unangenehm, und er hat Fehler gemacht. Aber auch ich habe Fehler gemacht, etwa bei der Einstellung von Menschen oder der Wahl von Freunden, bei denen später klar wurde, dass sie nicht die waren, für die ich sie gehalten hatte“, sagte Buffett im CNBC-Interview.
Nach dem Tod der Börsenlegende soll sein Vermögen nicht mehr an die Gates Foundation fließen. Seine drei Kinder sollen die Aktien bis spätestens 31. Dezember 2034 verteilen. Die Neuordnung betrifft Buffetts künftige Spendenstrategie, nicht das operative Geschäft von Berkshire Hathaway.
Das können Anleger aus dem Interview mitnehmen
Buffett führt seinen Erfolg neben seinem Können auch auf Herkunft, Gesundheit und glückliche Zufälle zurück. Für Anleger ist das ein Hinweis, die eigene Leistung realistisch einzuordnen und Risiken nicht zu unterschätzen. Auch ein früher Zugang zur Börse und zu Finanzwissen hilft, langfristig ein besseres Verständnis für Anlagen und ihre Risiken zu entwickeln.
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Häufig gestellte Fragen
Wie hat Warren Buffett sein Vermögen aufgebaut?
Warren Buffett baute sein Vermögen vor allem mit langfristigen Beteiligungen und dem Aufbau von Berkshire Hathaway auf. Dabei setzte er auf Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen, verlässlichen Wettbewerbsvorteilen und einer langfristig orientierten Unternehmensführung.
Wie viel Geld spendet Warren Buffett?
Warren Buffett hat sich verpflichtet, den überwiegenden Teil seines Vermögens für wohltätige Zwecke einzusetzen. Seit 2006 übertrug er dafür Berkshire-Hathaway-Aktien an verschiedene Stiftungen; künftig sollen vor allem familiennahe Organisationen von den Zuwendungen profitieren.
Ist die Berkshire-Hathaway-Aktie für langfristige Anleger geeignet?
Berkshire Hathaway gilt wegen seiner breiten Beteiligungen und der hohen Liquiditätsreserven als langfristig orientiertes Investment. Ob die Aktie ins eigene Depot passt, hängt jedoch unter anderem von Bewertung, Anlagehorizont, Risikoprofil und der gewünschten regionalen Diversifikation ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Chefredakteur dieser Publikation, Herr Jens Castner, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Berkshire Hathaway.
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