Vor diesem Szenario hat die Börse große Angst und die Anzeichen, dass es jetzt tatsächlich so kommen könnte, mehren sich. Das müssen Anleger wissen, und so schützen Sie sich.
Die Stagflation ist wahrscheinlich das größte Horrorszenario für die Börse. Hohe Inflation bei einer gleichzeitig schwacher Wirtschaftsentwicklung. Gerade in den USA deuten aktuell immer mehr Daten daraufhin, dass diese Entwicklung nicht unrealistisch ist.
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Warnsignale am Markt mehren sich
Denn das Wachstum der US-Wirtschaft hat sich im Frühjahr abgeschwächt. Im zweiten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 1,5 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag laut einer ersten Erhebung in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal war die größte Volkswirtschaft der Welt um 2,1 Prozent gewachsen.
Gleichzeitig sind die privaten Einkommen und die Konsumausgaben weniger gestiegen als erwartet. Im Juni legten die Einkommen im Monatsvergleich um 0,2 Prozent zu. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatten die Einkommen noch um 0,7 Prozent zugelegt.
Außerdem war der Preisindex PCE im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gestiegen. Im Vormonat hatte die Rate bei 4,1 Prozent gelegen. Volkswirte hatten den Rückgang erwartet.
Horrorszenario für die Börse?
Die Wirtschaft und der Konsum schwächeln also, während die Inflation hoch bleibt. Ein Horrorszenario für die Börse vor allem da die Fed in einem solchen Umfeld kaum reagieren kann. Die Notenbank, deren Mandat auf Preisniveaustabilität und Vollbeschäftigung abzielt, kann angesichts des weiter robusten Jobmarktes nicht mit Zinssenkungen eingreifen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Gleichzeitig könnten weitere Zinserhöhungen zur Inflationsbekämpfung das BIP-Wachstum weiter drücken.
Keine guten Aussichten also für die Börsen, die statistisch gesehen in Jahren der Midterm-Wahlen ohnehin mit hoher Unsicherheit und Schwankungen zu kämpfen haben. Wer sich in diesem Umfeld solide aufstellen will, sollte daher einen Blick auf den BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index werfen.
So schützen sich Anleger
Durch die anhaltenden geopolitischen Spannungen, die unsichere Weltkonjunktur sowie die weiterhin erhöhte Inflation und Zinsvolatilität bleiben Aktieninvestments anspruchsvoll. Gleichzeitig eröffnen genau solche Phasen Chancen für Unternehmen mit robuster Marktstellung, Preissetzungsmacht oder krisenresistenten Geschäftsmodellen. 18 davon hat BÖRSE ONLINE im Stabile Werte Index zusammengefasst.
Alle Aktien sind anfangs mit fünf Prozent identisch gewichtet, abgerundet wird das Portfolio durch einen zehnprozentigen Goldanteil, der über das börsengehandelte Xetra-Gold abgebildet wird. Die Indexzusammensetzung wird halbjährlich überprüft und auf die ursprüngliche Gewichtung zurückgesetzt.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Droht den Märkten jetzt das Horrorszenario der Stagflation?
Ja, die Sorge vor einer Kombination aus schwachem Wirtschaftswachstum und anhaltend hoher Inflation wächst massiv. Daten aus den USA zeigen, dass das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf annualisiert 1,5 Prozent eingebrochen ist und Einkommen sowie Konsum schwächeln, während der wichtige PCE-Preisindex mit 3,7 Prozent weiter auf erhöhtem Niveau verharrt.
Warum kann die US-Notenbank Fed nicht einfach eingreifen?
Die Fed befindet sich in einer Zwickmühle: Zinssenkungen zur Ankurbelung der schwächelnden Konjunktur sind wegen der anhaltenden Inflation nicht möglich. Weitere Zinserhöhungen zur Bekämpfung des Preisauftriebs würden das Wirtschaftswachstum wiederum noch stärker abwürgen und das Risiko einer Rezession weiter erhöhen.
Wie können sich Anleger vor dieser Marktphase schützen?
Experten raten in defensivere und krisenfeste Anlageklassen umzuschichten. Empfohlen werden Unternehmen mit hoher Preissetzungsmacht und robustem Geschäftsmodell sowie eine Beimischung von Gold als Inflationsschutz und Stabilitätsanker (wie beispielsweise im BÖRSE ONLINE Stabile Werte Index umgesetzt).
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