Bei diesem DAX-Wert mussten Aktionäre zuletzt 28 Prozent Kursverlust in zwölf Monaten verkraften. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten. Die Aktie nahm am Dienstag wichtige Chartmarken – und setzt sich damit an die DAX-Spitze.
Die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas präsentierte sich im WM-Jahr bisher ein wenig wie die deutsche Fußballnationalmannschaft: Jeder kennt ihr Potenzial – doch sie konnte es noch nicht abrufen. Seit Jahresanfang steht ein Verlust von 28 Prozent zu Buche, gegenüber dem Allzeithoch von Anfang April 2025 hat sich der Kurs der Aktie sogar zeitweise halbiert.
Doch jetzt gibt es klare Anzeichen, dafür dass sich etwas ändert: Seit dem 52-Wochen-Tief bei 130,85 Euro, das Anfang April 2026 markiert wurde, hat Adidas an der Börse schon mehr als 26 Prozent zugelegt. Ein erneuter Kurssprung hievte das Papier nun am Dienstag sogar über die 200-Tage-Linie – das lockt Langfrist-Investoren an, die sich an dieser Durchschnittslinie orientieren. Hinzu kommt, dass der Kurs seit Mitte Mai den Abwärtstrend-Kanal verlassen hat, in dem das Papier seit Anfang 2025 gefangen war.
Neue Kollektionen wecken Hoffnung
Und so springt die Aktie am Mittwoch um mehr als sechs Prozent in die Höhe und setzt sich an die DAX-Spitze. Grund dafür ist neben der technischen Reaktion auch, dass Adidas hohe Einnahmen aus Verkäufen rund um die Fußball-WM erwartet und zudem mit neuen Kollektionen punkten kann. Fußball-Chef Sam Handy sagte dem "Handelsblatt", die WM in Kanada, den USA und Mexiko werde kommerziell "die größte Weltmeisterschaft, die wir je hatten". Der Konzern erwarte mehr als eine Milliarde Euro als direkten WM-Effekt. "Bei den Trikots, die wir gelauncht haben, wurden unsere ohnehin schon hohen, sehr ambitionierten Erwartungen übertroffen." Nach eigenen Angaben bereitet sich Adidas darauf vor, je nach sportlichem Erfolg der Adidas-Mannschaften - zu denen neben Deutschland auch Argentinein, FRankreich oder Spanien gehören - Trikots nachzuproduzieren.
Neben den klassischen Trikotverkäufen zur Fußball-WM setzen die Herzogenauracher diesmal auch auf Retro-Trikots aus früheren Fußball-Weltmeisterschaften. Für Aufsehen in Modemagazinen sorgte jüngst außerdem eine Aperol-Edition der berühmten Samba-Turnschuhe - die heute "Sneaker" heißen.
Es scheint also, als könnte Adidas-Boss Björn Gulden in seinem dritten Jahr im Chefsessel des Drei-Streifen-Konzerns tatsächlich frischen Wind in die Marke - und vor allem in die Verkaufszahlen - bringen. Die Aktionäre würden es ihm danken.
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Häufig gestellte Fragen
Warum steigt die Aktie von Adidas?
Grund dafür ist neben einer technischen Reaktion, dass Adidas mit neuen Kollektionen punkten kann. Neben den klassischen Trikotverkäufen zur Fußball-WM setzen die Herzogenauracher diesmal auch auf Retro-Trikots aus früheren Fußball-Weltmeisterschaften. Für Aufsehen in Modemagazinen sorgte jüngst außerdem eine Aperol-Edition der berühmten Samba-Turnschuhe - die heute "Sneaker" heißen.
Was sagt BÖRSE ONLINE zur Aktie von Adidas?
BÖRSE ONLINE rät bei den Aktien von Adidas aktuell nicht zum Kauf.
Was sagen die Analysten zur Aktie von Adidas?
Die Analysten raten aktuell bei der Aktie von Adidas im Konsens zum Kauf und sehen eine Upside von 33 Prozent.
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