Die mächtige Bank schwenkt um: JPMorgan hat Tesla neu bewertet – und das Kursziel mehr als verdreifacht. Was steckt dahinter?
Lange Zeit gehörte JPMorgan zu den hartnäckigsten Tesla-Skeptikern unter den großen US-Banken. Damit ist es nun vorbei. Die Analysten haben ihre Einschätzung der Aktie von "Underweight" auf "Neutral" angehoben – und das Kursziel von 145 auf 475 US-Dollar mehr als verdreifacht.
“Immer noch unterschätzt": JPMorgan bewertet Tesla neu
Der Grund laut JPMorgan: Tesla sei bei der vertikalen Integration seiner eigenen Wertschöpfungskette – von Hard- bis Software – auf dem aktuellen Niveau einzigartig aufgestellt, schrieb Analyst Rajat Gupta am Freitag. Hinzu komme die Effektivität und das Tempo der technologischen Entwicklung. Beides werde vom Markt „immer noch etwas unterschätzt", so Gupta.
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Doch der Weg nach oben für den US-E-Autobauer zieht sich seiner Einschätzung zufolge noch etwas. Denn zunächst würden hohe Investitionen bremsen. Die Gewinnentwicklung dürfte demnach erst 2028 richtig anziehen.
Tesla-Aktie: So sieht es momentan aus
Die Tesla-Aktie liegt aktuell bei 418,19 US-Dollar. Im Raum stehen dabei anhaltende Gerüchte über eine mögliche Fusion zwischen Tesla und Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, von dem im Juni ein historischer Börsengang erwartet wird. Weitere spannende Einblicke in die Börsenwelt bietet ein Probeabo von BÖRSE ONLINE.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufige Fragen zum Thema
Warum hat JPMorgan das Kursziel so drastisch erhöht?
JPMorgan sieht Teslas vertikale Integration von Hard- und Software sowie die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung als bisher unterschätzte Stärken – und passte die Bewertung entsprechend an.
Was bedeutet "Neutral" im Fachjargon der Analysten?
Eine "Neutral"-Einstufung signalisiert, dass Analysten die Aktie weder als klaren Kauf noch als Verkauf empfehlen – sie erwarten eine Entwicklung, die grob dem Markt entspricht.
Wann soll Tesla laut JPMorgan richtig profitabel werden?
Die Bank rechnet damit, dass die Gewinnentwicklung bei Tesla erst ab 2028 deutlich Fahrt aufnimmt – bis dahin bremsen hohe Investitionen das Ergebnis.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.
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