JPMorgan-Chef Jamie Dimon schlägt Alarm: Der mächtigste Banker der Welt sieht die globalen Risiken massiv unterschätzt – und würde bei Aktien und US-Staatsanleihen derzeit nicht zugreifen.
Findet der Aktien-Boom bald ein Ende? Jamie Dimon, Vorstandschef von JPMorgan Chase, ist jedenfalls vorsichtig. In einem Podcast-Interview mit dem bekannten britischen Fernsehmoderator und Finanzjournalisten Wilfred Frost betonte Dimon, dass die Märkte eine wachsende Zahl geopolitischer und fiskalischer Bedrohungen noch nicht vollständig eingepreist hätten.
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Mächtigster Banker warnt: “Risiken sind wahrscheinlich größer, als andere denken"
„Ich glaube, diese Risiken sind wahrscheinlich größer, als andere denken", sagte Dimon und verwies auf die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die Spannungen zwischen den USA und China sowie die steigende Militärausgaben in einer Zeit wachsender Staatsdefizite.
Auf die Frage, ob die Märkte das Risiko eines großen Schocks unterschätzen, antwortete Dimon, es sei schwer zu beurteilen, welche Risiken bereits in den Vermögenspreisen eingepreist seien. „Es ist möglich, dass manches bereits berücksichtigt ist – aber was nicht berücksichtigt ist, ist das, was tatsächlich passiert", so der Bankenchef.
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Zudem bestätigte Dimon im Podcast, dass er zuletzt keine Aktien gekauft habe und auch nicht in langlaufende Staatsanleihen investieren würde. Der Grund: Er sieht beim aktuellen Zinsniveau kaum noch Aufwärtspotenzial.
Zehnjährige US-Staatsanleihen sollten seiner Meinung nach 4 bis 4,5 Prozent Rendite bringen, kurzfristige Papiere rund 3,25 bis 3,5 Prozent – Werte, die die Märkte bereits weitgehend erreicht haben. Hinzu kommt das Risiko wachsender Staatsdefizite, die – wie in den 1970ern – eine Inflation weit über das Ziel hinaus treiben könnten.
Warnung an Anleger: Dimon ist nicht der Einzige
Viele Marktbeobachter teilen Dimons Sorge, dass geopolitische Spannungen, steigende Staatsdefizite und überhitzte Bewertungen den aktuellen Aktien-Boom abrupt beenden könnten. Erst kürzlich kritisierte Börsenlegende Warren Buffett die aktuelle Lage mit den Worten: „Der Markt gleicht einem Glücksspiel." Auch „Big Short"-Star-Investor Michael Burry warnt vor einer Überhitzung bestimmter Märkte.
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Häufige Fragen
Wer ist Jamie Dimon?
Jamie Dimon ist Vorstandsvorsitzender und CEO von JPMorgan Chase, der größten US-amerikanischen Bank und einem der bedeutendsten Finanzinstitute weltweit. Der 1956 geborene New Yorker gilt als einflussreichster Banker der Welt und führt JPMorgan Chase seit 2005. Er gehört zu den meistbeachteten Stimmen der globalen Finanzwelt.
Investiert Jamie Dimon gerade selbst in Aktien oder Staatsanleihen?
Nein. Dimon hat laut Podcast-Aussage zuletzt keine Aktien gekauft und würde auch nicht in langlaufende Staatsanleihen investieren. Beim aktuellen Zinsniveau sieht er kaum noch Aufwärtspotenzial – zehnjährige US-Staatsanleihen müssten 4 bis 4,5 Prozent Rendite bieten, um für ihn als attraktiv zu gelten.
Warum warnt Jamie Dimon vor einem Ende des Aktien-Booms?
JPMorgan-Chef Jamie Dimon sieht eine Reihe von Risiken, die die Märkte noch nicht vollständig eingepreist haben: die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die Spannungen zwischen den USA und China sowie steigende Militärausgaben bei gleichzeitig wachsenden Staatsdefiziten. Er hält diese Risiken für größer, als der Markt wohl derzeit annimmt.
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