Nvidia plant 1.000 KI-Racks täglich. Beobachter träumen derweil von einer 20-Billionen-Dollar-Bewertung. Was dahinter steckt.
Der globale KI-Boom hat einen scheinbar unstillbaren Hunger nach Rechenleistung entfacht – und Nvidia steht mittendrin. Während die Nachfrage nach leistungsstarken Grafikprozessoren Quartal für Quartal neue Rekorde bricht, schraubt der Chip-Riese seine Produktionskapazitäten in einem bemerkenswerten Tempo nach oben.
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Nvidia plant 1.000 Racks täglich: Umsatzwachstum um 670 Prozent?
Wie das Branchenportal "The Information" unter Berufung auf Nvidia-Topmanager Andrew Bell berichtet, plant das Unternehmen, täglich 1.000 Racks seines kommenden Flaggschiff-Produkts Vera Rubin zu fertigen. Zum Vergleich: Vom aktuellen Bestseller Grace Blackwell werden derzeit lediglich 300 Einheiten pro Tag produziert.
Auf Basis dieser Zahlen hat "The Information" eine aufsehenerregende Hochrechnung angestellt: Gemeinsam mit seinen Partnern könnte Nvidia theoretisch auf einen Quartalsumsatz von 630 Milliarden Dollar kommen – verglichen mit den zuletzt gemeldeten 82 Milliarden Dollar. Rechnerisch entspräche das einem Umsatzwachstum von rund 670 Prozent – oder einer nahezu achtfachen Steigerung.
Allerdings greift diese Rechnung etwas zu weit. Ein KI-Server-Rack besteht nämlich nicht nur aus Nvidia-GPUs, sondern umfasst auch Komponenten wie Kühlung, Verkabelung und Prozessoren anderer Hersteller – die Wertschöpfung fließt also keineswegs vollständig an Nvidia. Trotzdem bleiben die Zahlen beeindruckend.
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Nvidia: Auf dem Weg zur 20-Billionen-Dollar-Bewertung?
Außerdem: Aktuell bringt Nvidia rund 4,9 Billionen US-Dollar auf die Waage – doch manche Beobachter sehen noch erhebliches Potential. Eine Analyse von The Motley Fool argumentiert, dass Nvidia mittelfristig sogar eine Marktkapitalisierung von 20 Billionen Dollar erreichen könnte – eine These, die sich auf Prognosen stützt, die CEO Jensen Huang seit mehreren Quartalen wiederholt.
Huang geht davon aus, dass die weltweiten jährlichen Investitionen in KI-Rechenzentren bis 2030 auf 3 bis 4 Billionen Dollar steigen könnten. Finanzchefin Colette Kress ergänzte, allein die Ausgaben der großen Hyperscaler dürften bis 2027 die Billion-Dollar-Marke überschreiten – verglichen mit geschätzten 800 Milliarden Dollar im Jahr 2026. Das käme einer rund fünffachen Steigerung binnen vier Jahren gleich.
Nvidia-Aktie: Was sagen die Analysten?
Die Wall Street teilt den Optimismus weitgehend. Von 61 befragten Experten empfehlen 48 den Kauf der Nvidia-Aktie, weitere zehn raten zum Aufstocken – lediglich zwei votieren für Halten, einer für Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 297 US-Dollar und impliziert damit ein Aufwärtspotenzial von über 33 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Verkaufsempfehlungen sind die absolute Ausnahme – für einen Titel dieser Größenordnung ein bemerkenswertes Signal.
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Häufige Fragen
Wie viele Racks des Vera-Rubin-Chips plant Nvidia täglich zu produzieren?
Laut "The Information", unter Berufung auf Nvidia-Manager Andrew Bell, plant Nvidia eine tägliche Produktion von 1.000 Racks seines kommenden KI-Beschleunigers Vera Rubin – mehr als dreimal so viel wie beim aktuellen Modell Grace Blackwell mit 300 Einheiten pro Tag.
Könnte Nvidia eine Marktkapitalisierung von 20 Billionen Dollar erreichen?
Laut einer Analyse von The Motley Fool ist das mittelfristig möglich, wenn Nvidia seinen Marktanteil im KI-Chip-Segment verteidigt. Basis der Rechnung sind Prognosen von CEO Jensen Huang, wonach globale KI-Rechenzentrum-Investitionen bis 2030 auf 3 bis 4 Billionen Dollar pro Jahr steigen könnten.
Was empfehlen Analysten aktuell zur Nvidia-Aktie?
Von 61 befragten Analysten empfehlen 48 den Kauf, zehn das Aufstocken – nur einer rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 297 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von über 33 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs impliziert.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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