Meta hat seine Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Während das Werbegeschäft weiterhin kräftig wächst, werfen die Gewinnentwicklung und die hohen KI-Investitionen Fragen auf.

Das sind die Meta-Zahlen für das dritte Quartal 2026

64,6 Milliarden US-Dollar Umsatz vs. 63,4 Milliarden US-Dollar Erwartung.

3,83 US-Dollar Gewinn pro Aktie (GAAP) vs. 6,76 US-Dollar Erwartung. Hauptgrund für den niedrigen Gewinn ist eine Sonderbelastung von 9,89 Milliarden Dollar. Ohne diese Sonderbelastung hätte der Gewinn je Aktie bei 7,40 Dollar gelegen.

Die Capex, also die Investitionsausgaben, lagen bei 34,91 Milliarden US-Dollar und damit deutlich unter der Erwartung der Analysten von 41,6 Milliarden Dollar. Dennoch wurde die Capex-Prognose für das Gesamtjahr 2026 leicht erhöht, von 130 bis 145 Milliarden auf 135 bis 145 Milliarden US-Dollar, also im Mittel 140 Milliarden Dollar. In den ersten drei Quartalen lagen die kumulierten Capex bei rund 85,8 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet, dass rein rechnerisch für das vierte Quartal rund 54 Milliarden US-Dollar Capex notwendig wären, um den Mittelwert der Jahresprognose zu erreichen.

Der Free Cashflow lag bei minus 2,12 Milliarden US-Dollar und damit nicht ganz so schlecht wie die erwarteten minus 10,25 Milliarden Dollar.

Für das vierte Quartal 2026 erwartet Meta einen Umsatz von 73 bis 76 Milliarden US-Dollar. Der Analystenkonsens lag zuvor bei 73,8 Milliarden US-Dollar und damit etwas niedriger als die Mitte der neuen Guidance.

KI-Investitionen zahlen sich laut Zuckerberg aus

„Unsere Investitionen zahlen sich aus“, betonte Konzernchef Mark Zuckerberg in der Pressemitteilung zu den Quartalszahlen. Bereits heute sorge KI durch bessere Empfehlungen bei Werbung für zusätzliche Einnahmen. Mit Muse und Muse Wonder hat Meta zudem neue KI-Modelle vorgestellt. Allerdings räumt der Konzern ein, dass es bei neuen KI-Produkten länger dauern dürfte, bis sich die Investitionen rechnen. Dennoch erwartet Meta auch 2027 ein starkes Umsatzwachstum, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die Verluste bei Reality Labs sollen zudem auf rund 15 Milliarden Dollar sinken, da Investitionen zunehmend in Richtung KI verlagert werden.

Bevorstehende Verwässerung?

Ab Januar 2027 sollen Aktionäre der Klassen A und B für jede ihrer Aktien eine zusätzliche C-Aktie erhalten. Wirtschaftlich entspricht das einem Aktiensplit im Verhältnis 2:1.

Der Aktiensplit dürfte allerdings nicht der Hauptgrund für diese Maßnahme sein. Denn die neuen C-Aktien werden keine Stimmrechte besitzen. Damit schafft sich Meta die Möglichkeit, künftig frisches Kapital für seine milliardenschweren KI-Investitionen einzusammeln, ohne dass Konzernchef Mark Zuckerberg an Einfluss verliert. Eine konkrete Kapitalerhöhung wurde bislang zwar nicht angekündigt. Angesichts der enormen Investitionen, die im dritten Quartal sogar den operativen Cashflow überstiegen, wäre es jedoch wenig überraschend, wenn Meta diese Möglichkeit schon in den kommenden Quartalen nutzen würde.

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Häufige Fragen zum Thema

Warum ist der Gewinn je Aktie von Meta so niedrig?

Eine Sonderbelastung von 9,89 Milliarden Dollar drückte den Gewinn von Meta im dritten Quartal 2026. Ohne diesen Sondereffekt hätte der Gewinn je Aktie bei 7,40 statt 3,83 Dollar gelegen.

Wie sind die Quartalszahlen von Meta ausgefallen?

Meta steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal 2026 um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar. Besonders das starke Werbegeschäft trug zum Wachstum bei.

Wie viel investiert Meta 2026 in künstliche Intelligenz?

Meta plant für 2026 Investitionsausgaben von 135 bis 145 Milliarden Dollar. Ein wesentlicher Teil fließt in den Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur.