Für Adidas läuft es rund: Der Sportartikel-Hersteller verkauft bei der WM viermal mehr Trikots als beim letzten Turnier – Analysten sehen Aufwärtspotenzial.

Die Fußball-WM ist vorbei – und Adidas konnte noch einmal richtig feiern. Beim Finale Argentinien gegen Spanien liefen beide Mannschaften in Trikots des Herzogenauracher Sportartikel-Konzerns auf.

Erzrivale Nike hat dagegen das Nachsehen. Von zwölf gesponserten Nationalmannschaften – darunter die hochgehandelten Favoriten England und Frankreich – musste der US-Konzern alle noch vor dem Endspiel verabschieden.

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Adidas setzt viel mehr WM-Trikots ab

Adidas-Chef Björn Gulden freut sich währenddessen über gute Zahlen: Das Unternehmen verkaufte viermal so viele Trikots wie beim vorangegangenen Turnier. Die Ballverkäufe hätten sich zugleich verdoppelt, teilte der DAX-Konzern am Wochenende auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg mit.

Insgesamt erwarte Adidas nun Verkäufe mit Blick auf die WM in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro, sagte Gulden laut Mitteilung. Dies entspricht dem oberen Ende der bisher angepeilten Spanne. Darin enthalten ist auch Freizeitkleidung mit WM-Bezug. Insgesamt spielten 14 Teams im Adidas-Outfit. Am besten hätten sich die Trikots von Mexiko verkauft, berichtete der Hersteller.

Auch sonst läuft es für die Herzogenauracher: Laut dem Marktforscher M Science kletterte der Schuh-Marktanteil von Adidas im Juni von 16 auf 19,2 Prozent. Parallel dazu verlor die Nike-Aktie seit Jahresbeginn rund 30 Prozent an Wert, während Adidas um etwa 8 Prozent zulegen konnte.

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Weiterführende Links

Was Analysten zur Adidas-Aktie sagen

Die US-Bank JPMorgan bekräftigte vergangene Woche ihre positive Einschätzung: Die Einstufung „Overweight" bleibt bestehen, das Kursziel liegt bei 230 Euro. Analystin Wendy Liu sieht das Zeitfenster für Adidas – und den Schweizer Wettbewerber On – als weiter geöffnet, solange sich Nike nur langsam erholt. Produktinnovation und regionale Wachstumschancen könnten beide Unternehmen über mehrere Jahre hinweg tragen. Die allgemeine Stimmung im Sektor bleibe zwar verhalten, doch Adidas profitiere von einer soliden Markendynamik, die durch die WM zusätzlich aufgeladen wird.

Der aktuelle Analystenkonsens für die Adidas-Aktie lautet mehrheitlich „Kaufen". Das durchschnittliche Kursziel liegt zwischen circa 205 und 215 Euro. Momentan notiert die Adidas-Aktie bei 182 Euro.

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Adidas (WKN: A1EWWW)

Enthält Material von dpa-AFX

Häufige Fragen

Was macht Adidas?

Adidas ist ein weltweit führender Hersteller von Sport- und Lifestyle-Artikeln. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach entwirft und verkauft Schuhe, Bekleidung und Zubehör für Sportarten wie Fußball, Laufen und Fitness. Zudem betreibt Adidas Mode-Kollektionen und rüstet internationale Sportteams aus. 

Warum ist die WM für Adidas so wichtig? 

Großturniere sind für Sportartikelhersteller ein sehr wichtiges Marketing-Ereignis. Wer im Fußball-WM-Finale präsent ist, wird von Milliarden Menschen gesehen. Adidas hat diesmal beide Finalisten, die Schiedsrichter und 14 Nationalmannschaften mit ausgestattet. Das schlägt sich direkt im Umsatz nieder – 1,5 Milliarden Euro WM-Erlös sprechen für sich.

Was bedeutet das für die Adidas-Aktie? 

Kurzfristig liefert die WM einen starken Umsatzimpuls und stärkt die Markensichtbarkeit weltweit. Mittelfristig profitiert Adidas davon, dass Nike schwächelt: Analysten wie JPMorgan sehen das als verlängertes Wachstumsfenster für Adidas. Das Kursziel von 230 Euro signalisiert weiteres Aufwärtspotenzial. Anleger sollten aber im Blick behalten, dass das WM-Geschäft ein Einmaleffekt ist – entscheidend bleibt, wie Adidas das gewonnene Markenkapital in nachhaltige Umsätze verwandelt.

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