19.35 Uhr - Der Hamburger Erste Bürgermeister Peter Tschentscher wendet sich gegen rasche Lockerungen. "Ich gehe davon aus, dass der Lockdown über den 14. Februar hinaus fortgeführt werden muss." Die Infektionszahlen seien nicht ausreichend zurückgegangen. "Zunächst müssen wir einen Überblick über das Auftreten neuer Virusmutationen und eine fundierte Einschätzung zu ihren Auswirkungen auf die Infektionsdynamik haben", erklärt der SPD-Politiker. Erst auf dieser Grundlage könne ein Öffnungskonzept beschlossen werden.

18.42 Uhr - In Norwegen kündigt Ministerpräsidentin Erna Solberg die Schließung der Grenzen für alle Besucher an. "Praktisch bedeutet das, dass die Grenze für jeden, der nicht in Norwegen lebt, geschlossen wird", sagt Solberg. Ausnahmen gebe es nur für wenige Gruppen, etwa Krankenhaus-Bedienstete. Nach dem vermehrten Auftreten hochansteckender Mutationen wurde am Samstag über die Hauptstadtregion ein Lockdown verhängt.

18.30 Uhr - Das Filmfestival von Cannes wurde um zwei Monate verschoben. Die Veranstaltung an der Cote d'Azur solle nun vom 6. bis 17. Juli stattfinden, teilen die Organisatoren mit. 2020 war das Festival wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Im Oktober fand eine kleinere Veranstaltung mit Kurzfilmen statt und ohne den sonst üblichen Auflauf von Kino-Stars.

17.50 Uhr - Großbritannien meldet weitere 1725 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit steigt die Gesamtzahl der Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind, auf 101.887, wie aus offiziellen Daten hervorgeht. Am Dienstag hatte das Land die traurige Marke von 100.000 Todesfällen überschritten. An Neuinfektionen wurden weitere 25.308 Fälle gemeldet. Bislang haben über sieben Millionen Menschen die erste Impfung erhalten. Angesichts der Lage geht Premierminister Boris Johnson davon aus, dass der Lockdown in England noch bis mindestens März aufrecht erhalten wird.

16.50 Uhr - Das Bundesgesundheitsministerium lehnt die vom Grünen-Chef Robert Habeck geforderten Zwangslizenzen zur Produktion von Corona-Impfstoff ab. "Wer Zwangslizenzen als einfache Lösung fordert, verkennt die Komplexität von Impfstoffproduktion", sagt ein Sprecher des Ministeriums zu Reuters. "Im Übrigen stellt sich die Frage, welches Unternehmen denn mit einer solchen Zwangslizenz schneller zusätzliche Produktion schafft als es die Kooperationen der Pharmafirmen tun, die aktuell überall entstehen und die wir fördern", fügt er hinzu.

16.00 Uhr - Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnt vor weiteren Einschränkungen des Flugverkehrs. Dies dürfe nicht zur Folge haben, dass Verbraucher im Ausland strandeten, sagt der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) dem "Handelsblatt". "Für alle Verbraucher muss die Rückkehr gesichert sein." Müller fordert die Airlines auf, bezahlte Flüge im Falle von Stornierungen "zügig" zu erstatten. Die "unsägliche Hinhaltetaktik" wie in der Vergangenheit dürfe sich nicht wiederholen.

15.30 Uhr - Grünen-Parteichef Robert Habeck hat die Bundesregierung aufgefordert, die Produktion von Impfstoffen notfalls durch eine Zwangslizenzvergabe deutlich zu erhöhen. Die Produktion müsse steigen, und die Bundesregierung sei gefordert, alles zu tun, was irgend gehe, sagt Habeck der "Rheinischen Post". Für die Pharmakonzerne solle sich die historisch schnelle Impfstoffentwicklung auszahlen. "In letzter Konsequenz jedoch hätte die Bundesregierung über verpflichtende Lizenzvergabe die Möglichkeit, die Beteiligten zu Kooperation zu zwingen", sagt Habeck. "Wenn Bayer vor Wochen angekündigt hat, dass sie Impfstoffe produzieren können, bis heute aber nicht richtig eingebunden sind, dann ist das auch ein politisches Versäumnis."

15.10 Uhr - Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer hat Augenmaß bei Hilfszahlungen angemahnt. 2020 habe der Bund rund 15 Milliarden Franken für Corona-Maßnahmen ausgegeben und dieses Jahr bereits wieder fast den gleichen Betrag. "Wir machen jeden Tag 150 Millionen Franken Schulden, das sind 100.000 Franken pro Minute", sagte Maurer. "Wir sitzen also nicht auf Geld, das bedingt einen vorsichtigen Umgang."

15.05 Uhr - Angesichts der Knappheit an Impfstoffen rät das tschechische Gesundheitsministerium dazu, die Verabreichung der ersten Dosis in den nächsten beiden Wochen auszusetzen. Das berichtet die Nachrichtenagentur CTK. Dazu habe das Ministerium die lokalen Gesundheitsbehörden aufgefordert. Tschechien hat wie andere EU-Staaten Kürzungen bei den Lieferungen des Impfstoffs von Pfizer/BioNTec hinnehmen müssen.

15.00 Uhr - Wirtschaftsverbände fordern konkrete Öffnungskonzepte und Perspektiven für einen Wirtschaftsaufschwung nach der Corona-Krise. "Was wir jetzt brauchen, ist eine Debatte über eine Post-Corona-Strategie - dazu zählt vor allem ein Fahrplan, mit dem wir den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder fitmachen", sagt der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Eine Begrenzung von Steuer- und Sozialabgaben sei unverzichtbar. Der Einzelhandelsverband HDE verlangt konkrete Rahmenbedingungen für eine Wiedereröffnung. "Es muss klar sein, bei welchen Pandemie-Zahlen welche Maßnahmen wieder gelockert werden können", sagt Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Man muss sicherlich auch überlegen, ob die Konzentration auf den Inzidenz-Zielwert von 50 der alleinige Maßstab für Lockerungen sein kann. Zumindest sollte es abgestufte Öffnungsmaßnahmen für den Handel geben."

14.55 Uhr - Auch der führende Intensivmediziner Uwe Janssens fordert zum Schutz vor Corona-Mutanten eine Beschränkung von Reisen. "Die Überlegung, was man mit solchen Flügen macht, ist im Augenblick unheimlich wichtig", sagt das Vorstandsmitglied der deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) der Sendergruppe RTL/ntv. Auch bei den aktuell sinkenden Infektionszahlen sei das wichtig: "Je niedriger wir kommen, je mehr spielt es eine Rolle, dass wir nicht von außen zusätzliche Problem-Viren importiert bekommen."

14.54 Uhr - Die britische Regierung will ihren Plan für einen Ausstieg aus dem Lockdown in der Woche ab 22. Februar vorlegen. Dann kämen die Abgeordneten aus ihrer Sitzungspause zurück, kündigt Premierminister Boris Johnson vor dem Unterhaus an. Mitte Februar werde das Bild der Lage vermutlich klarer sein. Im Moment sei es zu früh, zu sagen, wann die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden könnten. Man habe noch nicht genügend Daten. "Wir sind weiterhin in einer gefährlichen Situation."

14.51 Uhr - Ifo-Chef Clemens Fuest hat sich dafür ausgesprochen, Reisen aufgrund der Corona-Lage zu beschränken. "Wir müssen den Reiseverkehr auf das Notwendige reduzieren", sagt Fuest im SWR-Hörfunk. Es gehe weniger darum, Flüge generell zu untersagen. "Aber Urlaubsreisen brauchen wir derzeit nicht." Bei Geschäftsreisen sei das etwas anderes. Man müsse das deshalb differenziert betrachten.

14.20 Uhr - In Wales wird ein Werk teilweise evakuiert, in dem der Impfstoff von Anstrazeneca hergestellt wird. Hintergrund sei, dass dort am Morgen ein verdächtiges Paket angekommen sei, teilt die Firma Wockhardt UK in Wrexham mit. Auf Anraten von Experten sei das Gelände teilweise geräumt worden. Die Behörden seien sofort informiert worden. Die Polizei erklärt, sie sei mit dem Vorfall befasst. Die BBC berichtete, ein Sprengstoff-Räumkommando der Polizei sei zu dem Gelände geschickt worden.

14.19 Uhr - In Frankreich genügt die vor zwölf Tagen verhängte Ausgangssperre ab 18.00 Uhr nach den Worten von Regierungssprecher Gabriel Attal nicht, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Es würden derzeit verschiedene Szenarien geprüft, sagt Attal auf einer Pressekonferenz. Dies reiche von der Beibehaltung der bisherigen Regelung bis zur Wiedereinführung einer noch strikteren Ausgangsbeschränkung.

14.05 Uhr - Die Schweiz will zur Früherkennung von Infektionsausbrüchen die Coronavirus-Tests ausweiten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt vorbeugende und wiederholte Tests in Alters- und Pflegeheimen, sozialmedizinischen Institutionen sowie Organisationen der Krankenpflege und bei Hilfe zu Hause. Die Kosten werden künftig vom Bund übernommen, unabhängig davon, ob vorbeugend, im Rahmen eines bereits erfolgten Infektionsausbruchs oder im Umfeld eines größeren unkontrollierten Infektionsausbruchs getestet wird. Ob sich jemand testen lässt, bleibt grundsätzlich freiwillig. Bei einem Infektionsausbruch können allerdings breite Tests angeordnet werden.

14.00 Uhr - Die Schweizer Regierung erhöht die Zuschüsse für Firmen, die durch Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind. Das sogenannte Härtefall-Programm werde auf fünf Milliarden Franken verdoppelt. Die Hilfe orientiere sich jeweils an den ungedeckten Fixkosten der Unternehmen. Vorsorglich bereite die Regierung zusammen mit den Banken zudem eine Neuauflage eines Kreditprogramms vor. Damit wolle sie die Auswirkungen einer Verschlechterung des Kreditmarktes in Zusammenhang mit einer möglichen dritten Welle der Epidemie auf kleine und mittelgroße Firmen abfedern.

13.40 Uhr - Die Bundesregierung prüft zusammen mit der Regierung in Lissabon mögliche deutsche Hilfen für Portugal, wo das mutierte Virus die Zahl der Neuinfektionen hat explodieren lassen. Es gebe von der portugiesischen Regierung aber noch keine formale Anfrage, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.

13.20 Uhr - Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt an, die Regierung werde noch am Mittwoch strengere Grenzregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschließen. Der Innenminister werde härtere Maßnahmen ergreifen für Länder, die wegen der Ausbreitung der Corna-Mutanten auf der Roten Liste stünden, sagt Johnson im Parlament. Dauerhafte Grenzschließungen seien aber keine Lösung. In Großbritannien ist die Zahl der an COVID 19 verstorbenen Menschen auf über 100.000 gestiegen.

12.50 Uhr - Astrazeneca widerspricht der Darstellung, das der britische Konzern ein für Mittwoch geplantes Treffen mit der EU zu Fragen der Impfstofflieferung abgesagt hat. Ein Treffen mit der EU werde später am Tag stattfinden, sagte ein Sprecher.

12.34 Uhr - In Österreich sinkt die Zahl der Neuinfektionen nach einem Monat Lockdown kaum. Laut Gesundheits- und Innenministerium wurden binnen Tagesfrist 1641 neue Positiv-Tests registriert und damit etwa genauso viele wie vor einem Monat. "Der Lockdown wirkt, aber nicht so schnell wie wir uns das wünschen würden", sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Bei den Todesfällen und der Belegung der Krankenhausbetten zeigen sich hingegen deutliche Rückgänge. Derzeit werden 1873 Personen aufgrund des Virus im Krankenhaus behandelt, davon 311 auf Intensivstationen. Landesweit sind 7564 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus verstorben. Österreich hatte das öffentliche Leben am 26. Dezember, wenige Tage nach dem Ende des zweiten Lockdowns, erneut herunter gefahren. Der Lockdown soll mindestens bis zum 8. Februar andauern.

12.30 Uhr - AstraZeneca will das japanische Biotechnologieunternehmen JCR Pharmaceutical bitten, rund 90 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffes herzustellen. So sollten weltweit Engpässe bei der Produktion vermieden werden, berichtet die japanische Zeitung "Nikkei". Japan hatte im Dezember einen Vertrag mit AstraZeneca über den Kauf von 120 Millionen Dosen unterzeichnet.

12.05 Uhr - Der britische Premierminister Boris Johnson will sich im Laufe des Tages selbst im Unterhaus zur Lage des Landes in der Corona-Pandemie äußern. Das teilt der Sprecher der Parlamentskammer per Twitter mit. Zunächst war vorgesehen, dass Gesundheitsminister Matt Hancock die Abgeordneten über den aktuellen Stand unterrichtet. In Großbritannien grassiert eine Variante des Coronavirus, die deutlich ansteckender ist. Mehr als 100.000 Menschen sind bereits mit oder an dem Virus gestorben.

11.05 Uhr - In Peking werden vor dem Neujahrsfest und der alljährlichen Parlamentssitzung die Corona-Auflagen verschärft. Wer zwischen dem 28. Januar und dem 15. März aus Gebieten mit niedrigem Infektionsrisiko in die chinesische Hauptstadt reisen will, muss einen negativen Virustest vorweisen. Außerdem müssten Reisende zunächst für 14 Tage zu Hause unter Beobachtung bleiben, sagt ein Sprecher der Stadtregierung. Am siebten und 14. Tag nach der Ankunft in Peking sei ein Corona-Test Pflicht. Das Neujahrsfest, das am Donnerstag beginnt, ist üblicherweise eine Hauptreisezeit. Die Sitzung des Nationalen Volkskongresses beginnt am 5. März.

10.42 Uhr - Die Grünen fordern größere Anstrengungen, auch während der Corona-Pandemie jedem Kind das Recht auf Bildung zu garantieren. "Wir brauchen einen Bildungsschutzschirm für Kinder und Jugendliche, der sicherstellt, dass jedes Kind - also rund 14 Millionen Schülerinnen und Schüler - auch wirklich erreicht wird", sagt Parteichefin Annalena Baerbock. Dazu müssten die materiellen Voraussetzungen für flexibles und sicheres Lernen überall zur Verfügung gestellt werden. Benachteiligte Kinder müssten "prioritär und damit deutlich besser" gefördert werden. Konkret fordert Baerbock unter anderem kostenlose FFP2-Masken für Lehrkräfte sowie die Bereitstellung von Schnelltests zur Eigenanwendung an Schulen. "Herr Spahn ist jetzt gefordert, das zuzulassen", sagt Baerbock mit Blick auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

10.27 Uhr - Die Kontaktbeschränkungen in der Bundesrepublik zeigen dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet zufolge Wirkung. "Die aktuelle Entwicklung macht Mut", sagt Laschet im Landtag in Düsseldorf. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen sei aktuell auf 97,2 und damit unter den Wert von 100 gefallen. NRW wolle nun an den Wert von 50 herankommen. Dann könne das Pandemie-Geschehen im Februar neu bewertet werden. Die aktuellen Einschränkungen laufen bis zum 14. Februar. Die Chefs der Staatskanzleien der Länder und des Bundeskanzleramts arbeiteten bereits an einer "Schrittfolge für mögliche Öffnungen", sagt der CDU-Chef. Schulen und Kitas hätten dabei Priorität. Es dürfe aber keine vorschnellen Entscheidungen geben.

10.23 Uhr - Der Bundestag wird in der zweiten Februar-Woche voraussichtlich in einer vorgezogenen Sitzungswoche über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beraten. Dies kündigt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Carsten Schneider, an. Allerdings stehe die Zustimmung einer Fraktion zu der vorgezogenen Sitzungswoche noch aus. Thema seien die erwartbaren Entscheidungen zu den Corona-Maßnahmen, die derzeit bis zum 14. Februar befristet sind.

10.05 Uhr - Die Firmen in Deutschland halten sich zum Jahresanfang mit Einstellungen zurück. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer fiel im Januar leicht zum Dezember, wie das Münchner Institut mitteilt. "Der Lockdown führt insbesondere im Einzelhandel zu mehr Entlassungen." In der Industrie kletterte der Index zwar zum achten Mal in Folge. Dennoch sind die Unternehmen, die Stellen streichen wollen, noch in der Mehrheit. "Bei den Dienstleistern halten sich die Angaben zu Einstellungen und Entlassungen in etwa die Waage." Positive Personalpläne haben weiter die IT-Branche sowie Unternehmensberatungen, auch Supermärkte suchen Mitarbeiter. Trotz der Wintermonate wollen laut Ifo einige Betriebe am Bau ihr Personal aufstocken.

09.57 Uhr - In Russland melden die Behörden 17.741 neue Positiv-Tests binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl steigt damit auf mehr als 3,77 Millionen. Erst am Montag waren erstmals seit 11. November unter 20.000 neue Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Weitere 594 Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle auf 71.076. Was die Zahl der Positiv-Tests angeht, liegt Russland weltweit hinter den USA, Indien und Brasilien auf Platz vier.

08.44 Uhr - In den USA ist die Zahl der Corona-Infektionen binnen 24 Stunden um mindestens 156.241 auf 25,31 Millionen bestätigte Fälle gestiegen. Das geht aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten hervor. Mindestens 4295 weitere Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 425.120. Die USA weisen weltweit die meisten Ansteckungen und Todesfälle auf.

08.39 Uhr - Die deutschen Maschinenbauer warnen vor einem generellen Flugverbot in Deutschland. "Die Bekämpfung der Corona-Pandemie wird zunehmend auf dem Rücken der Wirtschaft ausgetragen, ohne dass die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen in jedem Fall erkennbar ist", erklärt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. "In dieses Bild passt auch der Vorstoß des Bundesinnenministers, den internationalen Flugverkehr nach Deutschland weitgehend einzudämmen sowie die Grenzkontrollen weiter zu verschärfen." Ein generelles Verbot von Flugreisen würde der europäischen Wirtschaft schweren Schaden zufügen.

08.30 Uhr - Grünen-Chef Robert Habeck dringt auf ein verstärktes Testen auch mit Selbsttests, wie sie in Österreich zugelassen seien. "Warum lässt Deutschland Tests, die in Österreich billig und schnell und in großen Massen durchgeführt werden können, in Deutschland nicht zu?", fragt er im ZDF. "Unerklärlich." Das sei aber die viel wichtigere Debatte. Zum Vorstoß von Innenminister Horst Seehofer, angesichts der Virus-Mutationen den Flugverkehr nach Deutschland massiv einzuschränken, sagt Habeck, der CSU-Politiker ziehe das Pferd von der falschen Seite auf. Es müsse viel mehr getestet werden. Das könne man aber auch in Deutschland machen, etwa an den Schulen. Zur Debatte über eine Aufweichung der Schuldenbremse sagt Habeck, diese müsse reformiert, verändert und der Zeit angepasst werden. Kanzleramtschef Helge Braun, der die Debatte angestoßen hat, habe "das Richtige" gesagt.

05.25 Uhr - Das Robert-Koch-Institut meldet 982 weitere Corona-Todesfälle binnen eines Tages nach 903 am Dienstag. Die Zahl der bestätigten Infektionen erhöhte sich dem Institut zufolge um 13.202 auf 2.161.279. Am Vortag hatte das RKI mit 6408 nicht einmal halb so viele Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 101,0 nach 107,6 am Dienstag. Insgesamt sind den Angaben zufolge nunmehr 53.972 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf 2.161.279.

04.32 Uhr - Die Zahl der weltweit bestätigten Corona-Infektionen ist laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters auf über 100 Millionen gestiegen. Die durch das Virus ausgelöste Covid-19-Erkrankung wurde nunmehr bei fast 1,3 Prozent der Weltbevölkerung festgestellt. Mehr als 2,1 Millionen Menschen sind gestorben.

03.25 Uhr - Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert die Bundesregierung und die EU-Kommission dazu auf, darauf zu drängen, dass die vertraglich zugesicherten Impfstoff-Liefermengen und Liefertermine eingehalten werden. "Für den breiten Einsatz in den Praxen brauchen wir Impfstoffe, die unkompliziert zu transportieren und ohne spezielle Kühltechnik gelagert werden können", zitiert die "Rheinische Post" den Mediziner in einem Vorabbericht. "Diese Voraussetzungen scheint das Vakzin von Astrazeneca zu erfüllen. Solche Impfstoffe sind unerlässlich, um das Ziel der Herdenimmunität bis zum Sommer zu erreichen." Die Ursachen der jetzt bekannt gewordenen Lieferschwierigkeiten müssten deshalb umfassend geklärt und so schnell wie möglich behoben werden. Vor allem die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen und die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeinrichtungen müssten geimpft sein, bevor sich die erstmals in Großbritannien aufgetauchte Virusvariante weiter in Deutschland ausbreite. "Da zählt buchstäblich jeder Tag."

03.01 Uhr - China verzeichnet nach Behördenangaben den niedrigsten Tages-Anstieg bei den Corona-Infektionen seit mehr als zwei Wochen. Am Dienstag seien 75 neue Fälle gemeldet worden, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Das sei der niedrigste Wert seit dem 11. Januar. Insgesamt sind in Festland-China bislang 89.272 Infektionen bestätigt worden. 4636 Menschen starben.

00.39 Uhr - Die britische Regierung wird laut einem Bericht der "Times" im Laufe des Tages Pläne für eine Hotel-Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus 30 Hochrisikoländern vorstellen. Vorgesehen sei, dass sich britische Reisende, die aus südamerikanischen Staaten, Portugal, Südafrika oder Kap Verde nach Hause kommen, bei ihrer Ankunft zunächst in Hotels isoliert werden. Forderungen aus seiner Regierung nach einer vorübergehenden Schließung der Grenzen lehnte Premierminister Boris Johnson dem Bericht zufolge aber ab.

rtr