Die US-Großbank Goldman Sachs hat eine beliebte deutsche Dividendenaktie herabgestuft. Zum Börsenstart verzeichneten die Papiere bereits Verluste. Sollten Anleger sie jetzt abstoßen?

Analyst Oliver Carruthers hat die Aktie der Deutsche Bank-Tochter DWS neu bewertet. Statt seiner bisherigen Empfehlung, die "neutral" lautete, rät der Experte jetzt zum Verkauf des Titels. Gleichzeitig korrigierte er das Kursziel von 65 auf 57 Euro. Die Aktie der Fondsgesellschaft verlor daraufhin rund ein Prozent an der Börse.

Goldman Sachs senkt Empfehlung für DWS-Aktie

Die DWS-Aktie notiert aktuell bei 60,10 Euro - ein Verlust von 1,07 Prozent (Stand: 15. Juni 2026, 11:10 Uhr). Damit reagiert der Markt auf die Einschätzung von Carruthers noch recht verhalten. Der Experte sieht erste Schwächesignale, die vor allem in den Bereichen passiver und alternativer Anlagen vorkommen. Bei ersterer sinken die Marktanteile, während die Mittelzuflüsse bei zweiterem enttäuschen, so der Analyst. Die Analystenempfehlung beruht allerdings auch auf der Volatilität der Anlagestory, die hauptsächlich von Erfolgsbeteiligungen lebt. 

Nach einem Rücksetzer Ende März setzte der Kurs schnell wieder zu einer Erholungsphase an. Behält der Experte recht, könnte die Aktie ins Minus drehen.

Passives Einkommen generieren

Als Dividendenaktie ist die DWS-Aktie bei Anlegern äußerst beliebt. Möchten Sie ebenfalls von solchen Werten profitieren, finden Sie im "Globale Dividenden-Stars"-Index noch weitere Top-Aktien mit satten Renditen.

DWS Group (WKN: DWS100)

Sollten Anleger die DWS-Aktie jetzt verkaufen?

Die Meinung eines einzelnen Analysten kann durchaus Gewicht haben. Allerdings zeigt die aktuelle Marktreaktion bereits, dass Anleger diese zwar Ernst nehmen, jedoch nicht in Panik verfallen. Der bisherige Kursverlauf wirkt vielversprechend und ein Negativtrend ist ebenfalls nicht zu erkennen. Entscheidend ist jedoch, dass die Aktie eine klare Volatilität aufweist. Mit einer Dividendenrendite jenseits der Fünf-Prozent-Marke ist die DWS-Aktie noch immer interessant.

Als Teil der Deutsche-Bank-Gruppe ist die DWS-Aktie nach wie vor eine solide Wahl. Ein Abverkauf aufgrund einer einzelnen Analystenentscheidung wäre also deutlich überzogen. Vor allem dann, wenn Sie in Ihrem Portfolio vermehrt auf Dividendenwerte setzen.

Erst kürzlich hat BÖRSE ONLINE in Heft 17/26 (auch als E-Paper erhältlich) den Titel ebenfalls empfohlen. Wer also mehr über Kursziel, Stoppkurs oder Dividendenrendite wissen möchte, sollte das Magazin auf keinen Fall verpassen.

BÖRSE ONLINE empfiehlt

SpaceX ist an der Börse. Jetzt stellen sich jedoch einige Fragen: Wie kann es nach dem Start an der Wall Street weitergehen? Welches Potenzial hat der Kurs noch? Diese und weitere Fragen beantwortet BÖRSE ONLINE im Livestream ab 15:15 Uhr auf seinem Youtube-Kanal. Über diesen Link können Sie direkt dabei sein.

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Häufig gestellte Fragen

Warum reagieren Dividendenaktien oft empfindlich auf Analystenabstufungen?

Dividendenaktien werden häufig wegen ihrer stabilen Ausschüttungen gekauft. Wenn ein großes Haus wie Goldman Sachs das Kursziel senkt, fürchten Anleger oft, dass auch die Attraktivität der Dividende oder die Gewinnentwicklung unter Druck geraten könnte.

Woran erkennt man, ob eine Dividendenaktie langfristig attraktiv bleibt?

Wichtig sind nicht nur die Dividendenrendite, sondern auch die Nachhaltigkeit der Ausschüttung, die Gewinnentwicklung und die Cashflows. Eine hohe Rendite allein ist noch kein Qualitätsmerkmal, wenn das Geschäftsmodell unter Druck steht.

Ist ein Verkauf nach einer Analystenabstufung immer sinnvoll?

Nicht unbedingt, denn Analystenmeinungen sind nur ein Baustein unter vielen. Sinnvoller ist es, die eigene Anlagestrategie, das Chancen-Risiko-Verhältnis und die Fundamentaldaten des Unternehmens zu prüfen.

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