Der bisherige Tagesgeld-Spitzenreiter hat seinen Aktionszins von 4,05 Prozent gestrichen. Während Neukunden hier nun deutlich weniger geboten bekommen, gibt es eine andere Bank, die weiterhin mit einem Top-Zins glänzt.
Die Bigbank bietet Neukunden über einen Zeitraum von vier Monaten nur noch 3,25 Prozent Zinsen für neu eröffnete Tagesgeldkonten an. Damit rutscht der bisherige Spitzenreiter zurück ins Mittelfeld und macht Platz für einen neuen Tagesgeld-Tipp*.
Diese Bank schlägt sie alle
Im Tagesgeld-Vergleich von BÖRSE ONLINE finden sich zahlreiche Anbieter, die das aktuelle Angebot der Bigbank übertreffen. Bei der Suresse Direkt Bank bekommen Sparer 3,27 Prozent für vier Monate geboten, bei der Consorsbank sind es sogar satte 3,4 Prozent für fünf Monate ab Kontoeröffnung.
Die Krone gebührt dennoch einem anderen Geldhaus. Mit einem Aktionszins von vier Prozent* über einen Zeitraum von vier Monaten lockt die Chase, die Digitalbank der US-Großbank JP Morgan, Neukunden an. Gleichzeitig ist auch der Folgezins mit zwei Prozent durchaus attraktiv.
Ein weiterer Vorteil: Die Zinsberechnung erfolgt täglich und die Gutschrift monatlich. Dadurch können Kunden von einem stärkeren Zinseszinseffekt profitieren.
Einen Mindestanlagebetrag fordert die Chase ebenfalls nicht. Der maximal verzinste Anlagebetrag liegt bei einer Million Euro. Über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken sind zudem bis zu 100.000 Euro pro Person geschützt.
Allerdings ist J.P. Morgan SE, über die Chase in Deutschland betrieben wird, auch Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. Dieser kann Einlagen privater Kunden über die gesetzliche Sicherungsgrenze hinaus freiwillig bis zu drei Millionen Euro absichern.
Nicht nur Zinsen entscheiden über ein gutes Angebot
Das Angebot der Chase ist wirklich spannend. Dennoch sollten Sparer nicht nur auf den Zins achten, wenn sie ein Tagesgeldkonto wählen. Anlagedauer, Einlagensicherung und der Folgezins können ebenfalls entscheidend sein.
So bietet etwa die VW Bank aktuell lediglich 3,1 Prozent Zinsen auf dem Tagesgeldkonto. Allerdings gilt der Aktionszins der Autobank für sechs Monate, was zu ansehnlichen Zinserträgen führt.
Wer also länger anlegen möchte, sollte seinen Blick nicht allein auf hohe Zinsen und die damit verbundenen Lockangebote richten. Die derzeit attraktivsten Tagesgeldangebote mit einer höheren Aktionslaufzeit finden Sie in diesem Artikel.
Wer allerdings sein Geld kurzfristig parken will, dürfte aktuell kein besseres Tagesgeld-Angebot als den Top-Deal der Chase* finden.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Geld sollte man auf einem Tagesgeldkonto anlegen?
Auf dem Tagesgeldkonto sollte vor allem Geld liegen, das kurzfristig verfügbar bleiben muss. Dazu zählen beispielsweise der Notgroschen und geplante Ausgaben. Für langfristige Ziele können andere Anlageformen wie breit gestreute Aktien- oder Anleihe-Investments besser geeignet sein.
Wie oft sollte man das Tagesgeldkonto wechseln?
Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn der Aktionszins ausläuft und der Folgezins deutlich niedriger ist. Sparer sollten dabei nicht nur den Spitzenzins, sondern auch die Zinsgarantie, die Einlagensicherung und den Aufwand für die Kontoeröffnung vergleichen.
Ist Tagesgeld trotz sinkender Zinsen noch sinnvoll?
Tagesgeld kann auch bei niedrigeren Zinsen sinnvoll sein, wenn das Geld sicher und jederzeit verfügbar bleiben soll. Allerdings sollten Sparer die Konditionen regelmäßig prüfen, weil Banken Aktions- und Folgezinsen jederzeit ändern können.
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