Hedgefonds-Milliardär Bill Ackman setzte Anfang des Jahres 2,1 Milliarden Dollar auf einen Tech-Giganten. Das zahlt sich jetzt aus: Der Aktienkurs geht gerade steil nach oben.
Die Microsoft-Aktie hat 2026 mit einer langen Talfahrt begonnen. Das Papier des Software-Giganten ist vom ersten Handelstag im Januar bis Ende März um rund 17 Prozent abgerutscht – von knapp 470 Dollar auf etwa 390 Dollar je Aktie. Für Bill Ackman war das ein guter Zeitpunkt, Microsoft-Aktien im großen Stil zu kaufen.
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Ackman kauft Microsoft zum Schnäppchenpreis
Der Gründer von Pershing Square Capital Management erwarb im ersten Quartal 2026 rund 5,7 Millionen Microsoft-Aktien im Gesamtwert von 2,1 Milliarden Dollar – offengelegt im Mai-Filing bei der US-Wertpapieraufsicht SEC. Mit einem Schlag wurde Microsoft zu seiner viertgrößten Position und macht nun 15,2 Prozent seines gesamten Portfolios aus.
Laut der Finanzinformationsplattform “Motley Fool” war die Bewertung des Software-Konzerns zu dem Zeitpunkt besonders günstig: Microsoft notierte zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21 – dem niedrigsten Stand seit 2017 und rund 32 Prozent unter dem historischen Durchschnitt von 31. Für einen Value-Investor wie Ackman war das eine seltene Gelegenheit.
„Microsoft betreibt zwei der wertvollsten Franchises im Unternehmenstechnologiebereich, die zusammen rund 70 Prozent der Gesamtgewinne des Konzerns ausmachen: Microsoft 365 und Azure", schrieb Ackman am 15. Mai dazu auf X.
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Wie sich die Microsoft-Aktie entwickelt hat
Zuvor litt die Microsoft-Aktie unter den milliardenschweren Ausgaben für KI-Infrastruktur, einem leicht verlangsamten Cloud-Wachstum und der engen Bindung an OpenAI. Doch der Konzern löste in den folgenden Monaten die Exklusivität seiner OpenAI-Partnerschaft auf – und das Cloud-Wachstum beschleunigte sich wieder.
Am 29. Juli präsentierte Microsoft Zahlen, die selbst optimistische Analysten überraschten:
- Umsatz: +18 Prozent im Jahresvergleich
- Gewinn: +32 Prozent und über den Schätzungen
- Azure-Wachstum: +43 Prozent – nach 40 Prozent im Vorquartal, abermals über den Erwartungen
Für das laufende erste Fiskalquartal 2027 stellt das Management sogar 45 Prozent Azure-Wachstum in Aussicht – ein deutliches Zeichen, dass die milliardenschwere KI-Infrastruktur die Nachfrage erzeugt, die der Markt so lange vermisst hatte.
Die Marktreaktion folgte prompt. Innerhalb weniger Handelstage stieg die Microsoft-Aktie von rund 390 Dollar am 29. Juli auf knapp 500 Dollar Anfang August – ein Zuwachs von rund 25 Prozent. Zudem übersprang das Papier die 50- und 200-Tages-Linie kräftig. Für Ackman, der früh und günstig eingestiegen war, eine äußerst erfreuliche Entwicklung.
Was Anleger wissen sollten
Das Kapitel ist noch nicht zu Ende geschrieben. Mit einem zukunftsgerichteten KGV von rund 25 notiert Microsoft trotz des Sprungs weiterhin unter seinem historischen Mittelwert von 31. Wer dem beschleunigenden Cloud-Wachstum und der wachsenden KI-Monetarisierung vertraut, findet hier nach wie vor eine attraktive Ausgangslage.
Ackmans Wette auf Microsoft ist überzeugend – doch Anleger sollten sich der Risiken bewusst sein. Azure hängt von den IT-Budgets großer Konzernkunden ab, die bei einer Konjunkturabkühlung schnell zusammengestrichen werden könnten. Gleichzeitig investieren Google Cloud und AWS ähnlich aggressiv in KI-Infrastruktur und könnten Marktanteile verschieben. Hinzu kommen wachsender Regulierungsdruck auf beiden Seiten des Atlantiks sowie die offene Frage, ob der KI-Boom nachhaltig monetisierbaren Mehrwert erzeugt – oder ob der Markt gerade Wachstum einpreist, das erst noch bewiesen werden muss.
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Häufige Fragen
Wer ist Bill Ackman?
Bill Ackman ist ein US-amerikanischer Milliardär und einer der bekanntesten Hedgefonds-Manager der Welt. 2003 gründete er Pershing Square Capital Management, das heute rund 13,7 Milliarden Dollar verwaltet. Ackmans Investmentstil: Sein Portfolio umfasst nur wenige, dafür sehr große Positionen in Unternehmen, von deren langfristigem Potenzial er fest überzeugt ist.
Welche Aktien hält Bill Ackman außer Microsoft in seinem Portfolio?
Laut dem 13F-Filing für das erste Quartal 2026 sind die drei größten Positionen in Ackmans Pershing-Square-Portfolio die Brookfield Corporation, Amazon und Uber Technologies. Dahinter folgen Microsoft auf Platz vier sowie Restaurant Brands International und Meta Platforms.
Warum wächst Microsofts Azure-Cloud so stark?
Microsofts Cloud-Plattform Azure profitiert vor allem von der stark steigenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Unternehmen weltweit buchen zunehmend Rechenkapazitäten für KI-Anwendungen – und greifen dabei auf Microsofts enge Integration mit OpenAI-Modellen zurück. Im vierten Fiskalquartal 2026 wuchs Azure um 43 Prozent, für das laufende Quartal erwartet das Management sogar 45 Prozent Wachstum.
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