Tesla-Aktie: Anteilseigner stärken Konzernchef Musk den Rücken
· Börse Online Redaktion
Zugleich räumte der Tesla-Chef und Milliardär ein: "Das waren die schrecklichsten paar Monate, die ich je erlebt habe, aber ich glaube, wir kommen hin."
Vom Erfolg des Model 3 mit einem Basispreis ab 35.000 Dollar (gut 29.000 Euro) hängt die Zukunft von Tesla ab. Tesla will damit die Stückzahlen nach oben treiben und in die Gewinnzone fahren. Zur Zeit liefen bereits 3500 Fahrzeuge pro Woche vom Band, sagte Musk den Aktionären. Im April waren es zunächst wöchentlich nur 2270 Wagen gewesen, weil Produktionsengpässe Auslieferungen verzögerten. Musk trat zugleich Befürchtungen von Analysten entgegen, der notorisch defizitäre US-Konzern könnte Kapitalbedarf haben und versprach Investoren erneut einen Gewinn für das zweite Halbjahr. Nach Gesprächen mit der Regierung in Peking sei zudem in Kürze mit einer Ankündigung zu einer Fabrik in Shanghai zu rechnen.
Neben den Anlaufschwierigkeiten beim Hoffnungsträger Model 3 machten dem Unternehmen aus dem Silicon Valley mehrere Unfälle mit Tesla-Autos zu schaffen. Unter Beschuss geriet Musk nach einer Telefonkonferenz, in der er Fragen von Analysten zum Finanzbedarf als "langweilige Deppenfragen" abgewiegelt hatte. Die genervte Reaktion des Unternehmenschefs kostete Tesla vor wenigen Wochen auf einen Schlag zwei Milliarden Dollar Börsenwert.
Musk bleibt dennoch die unangefochtene Nummer eins im Konzern. Einen Aktionärsantrag, Musks Amt als Vorstandvorsitzender von der gleichzeitigen Führung des Verwaltungsrats zu trennen, lehnten die Anteilseigner ab. Zudem blieb der Vorstoß, drei Direktoren - darunter Elon Musks Bruder Kimbal Musk - wegen des Vorwurfs fehlender Qualifikation oder Unabhängigkeit zu verhindern, erfolglos. Investoren zeigten sich mehrheitlich zufrieden, Tesla-Aktien zogen nach Börsenschluss leicht an. Im Jahresverlauf haben die Anteilsscheine allerdings bislang rund acht Prozent eingebüßt.
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