Warren Buffett gilt als Börsenlegende und ist das Vorbild vieler Anleger. Die meisten wissen, auf welche Aktien er setzt. Doch nur wenige kennen das Dividendenpotenzial einer seiner größten Beteiligungen.

Bei Dividendenaktien denkt kaum jemand an eine der größten Investitionen von Warren Buffett – und nein, es handelt sich nicht um Coca-Cola. Die Rede ist von Apple. Der Technologiekonzern kommt derzeit auf eine Dividendenrendite von nur 0,4 Prozent und passt damit auf den ersten Blick nicht in das Beuteschema klassischer Dividendenjäger. Dennoch kann die Aktie gerade für Anleger interessant sein, die neben laufenden Erträgen auch auf langfristiges Wachstum setzen.

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Apple bleibt Berkshires größte Aktienposition

Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im ersten Quartal 2016 erstmals Apple-Aktien. Laut der offiziellen 13F-Meldung hielt Berkshire Ende Juni 2026 noch rund 228 Millionen Apple-Aktien.

Damit bleibt Apple die größte Aktienposition im Portfolio des Konglomerats – obwohl Buffett den Bestand seit 2023 massiv reduziert hat. Bei den Verkäufen dürfte es weniger um einen schwindenden Glauben an den Technologiekonzern gegangen sein als vielmehr um steuerliche Überlegungen, Gewinnmitnahmen und die Steuerung des Portfoliorisikos. Das verbliebene Aktienpaket macht nach wie vor rund 22 Prozent des offengelegten Aktienportfolios von Berkshire Hathaway aus.

Buffett hat Apple wiederholt als außergewöhnliches Unternehmen gelobt. „Es ist einfach ein besseres Geschäft als jedes andere, das wir besitzen“, sagte er einst. Apple bietet weit mehr als einzelne Hardwareprodukte: Der Konzern verfügt über ein eng verzahntes Ökosystem aus Geräten, Diensten und Abonnements. „Wer einmal ein iPhone kauft, kauft wieder eins. Die Kontinuität des Produkts ist enorm“, erklärte Buffett dazu vor Jahren.

Zwar hat sich der inzwischen 96-jährige Buffett zum Jahresbeginn aus dem operativen Geschäft von Berkshire Hathaway zurückgezogen und die Position des CEO an seinen langjährigen Vertrauten Greg Abel übergeben. Sein Einfluss auf die Investmentphilosophie des Konzerns bleibt jedoch groß.

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Nicht die Dividendenhöhe allein zählt

Buffett schaut nicht ausschließlich auf die Höhe einer Dividende. Entscheidend ist für ihn vielmehr, ob ein Unternehmen über ein robustes Geschäftsmodell, nachhaltige Wettbewerbsvorteile und einen langfristig belastbaren „Burggraben“ verfügt.

Mit einer Dividendenrendite von 0,4 Prozent wird Apple zwar keinen Vergleich mit klassischen Hochdividendenwerten gewinnen. Darum geht es jedoch auch nicht. Entscheidend ist, dass die Dividende wächst, Apple umfangreiche Aktienrückkäufe durchführt und der Konzern immer wieder neue Wege findet, Kunden an sein Ökosystem zu binden.

Und genau das passiert gerade: Apple reduziert seine Aktienzahl seit Jahren durch massive Rückkäufe (was den Gewinn je Aktie erhöht). Gleichzeitig steigen die Ausschüttungen moderat. Anfang dieses Jahres erhöhte der Konzern seine Quartalsdividende um 4 Prozent auf 0,27 US-Dollar je Aktie und stockte im selben Zuge die Genehmigung für Aktienrückkäufe um weitere 100 Milliarden US-Dollar auf, berichtet die US-Finanzplattform “The Motley Fool”. 

Außerdem liegt die Ausschüttungsquote lediglich bei rund 12 Prozent der von Analysten erwarteten Gewinne für 2026. Damit verfügt Apple über Spielraum für künftige Dividendenerhöhungen.

Apple ist mehr als eine klassische Dividendenaktie

Für Dividendeninvestoren, die zugunsten von Wachstum eine niedrigere Anfangsrendite akzeptieren, bieten Apples sinkende Aktienzahl und steigende Ausschüttungen langfristiges Kurspotenzial. Die Aktie kann dadurch auf eine Weise zur Vermögensbildung beitragen, die traditionelle Hochdividendenwerte mit stagnierenden Geschäftsmodellen häufig nicht erreichen.

Das Risiko: Apple ist eine hoch bewertete Wachstumsaktie – und der aktuelle Kurs könnte bereits einen erheblichen Teil des Optimismus vorwegnehmen. Die Aktie schloss am Mittwochabend bei rund 325 US-Dollar und liegt damit etwa 20 Prozent über dem Jahresanfang. Das kurzfristige Aufwärtspotenzial erscheint daher begrenzt. 

Darauf deuten auch die jüngsten Analysteneinschätzungen hin: Apple hat für das laufende Quartal ein Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt und damit die Erwartungen der Wall Street verfehlt. Zugleich belasten steigende Speicher- und Lieferkosten sowie Wechselkurseffekte die Margen. 

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Apple (WKN: 865985)

Häufige Fragen

Wer ist Warren Buffett?

Warren Buffett ist einer der bekanntesten Investoren der Welt und langjähriger Kopf der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway. Er ist für seinen langfristig orientierten Anlagestil bekannt: Buffett investiert bevorzugt in Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen, nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen und verlässlichen Erträgen. 

Was macht Apple?

Apple entwickelt, produziert und verkauft elektronische Geräte wie das iPhone, den Mac, das iPad und die Apple Watch. Darüber hinaus bietet der Konzern digitale Dienste und Abonnements an, darunter iCloud, Apple Music, den App Store und Apple TV+. 

Ist Apple eine gute Dividendenaktie?

Apple ist keine klassische Hochdividendenaktie, weil die Dividendenrendite vergleichsweise niedrig ist. Für Anleger kann die Aktie dennoch interessant sein, wenn sie neben laufenden Erträgen auch auf Dividendenwachstum und langfristige Wertsteigerungen setzen. Ob Apple ins eigene Depot passt, hängt jedoch vom Anlagehorizont, der gewünschten laufenden Rendite und der persönlichen Risikobereitschaft ab.

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