Alphabet gehört für die Experten des Videopodcasts „Voss & Klotter“ zu den spannendsten Aktien im Kreis der „Magnificent Seven“. Börsenbrief-Autor Stefan Klotter sieht bei dem Google-Konzern eine positive Dynamik im Chart – trotz hoher KI-Investitionen und Sorgen um den Cashflow.
Stefan Klotter, Autor des Börsenbriefs „TradingDay“, ist für die Aktien der „Magnificent Seven“ positiv gestimmt – insbesondere für zwei von ihnen: Meta und Alphabet. Die Zuschauer des Video-Podcasts „Voss & Klotter“ hatten sich die Google-Mutter für eine Börsenanalyse gewünscht – und so geschah es.
Im Gespräch mit Markus Voss, Digital-Chef von BÖRSE ONLINE, erläuterte Klotter anhand des Charts, warum er bei dem Google-Konzern weiteres Potenzial sieht.
Die Chartanalyse
Der Blick auf den Chart fällt für Klotter positiv aus. Der Momentum-Indikator für die Aktie steige gerade weiter an. „Da baut sich gerade eine Dynamik auf“, erklärt der Chartexperte. Die wichtigen 50-, 150- und 200-Tage-Linien lägen allesamt unter dem aktuellen Kurs. Nur die 50-Tage-Linie sei zuletzt leicht unterschritten worden.
Zwar habe der RSI-Indikator jüngst eine kleine Delle bekommen, doch Klotters Fazit ist eindeutig: „Für Alphabet bin ich positiv gestimmt.“ Außerdem verdiene Alphabet weiterhin Geld, im Gegensatz zu manchen anderen, und integriere künstliche Intelligenz bereits in sein Cloud-Geschäft.
Hier die Chartanalyse zu Alphabet auf Youtube ansehen:
Cashflow bleibt der Knackpunkt
BÖRSE-ONLINE-Experte Markus Voss gibt zu bedenken, dass die hohen KI-Investitionen mittlerweile auch bei Alphabet zum Risiko werden könnten. Im vergangenen Quartal habe der Konzern erstmals in seiner Börsengeschichte einen negativen Cashflow ausgewiesen. Dies werde auch erst einmal so bleiben. Es sei denn: „Wenn jetzt die Pace beim KI-Ausbau wirklich ein bisschen nachlässt, dann bin ich dabei.“
Sollte es Alphabet gelingen, die Investitionen ein bisschen zu strecken, weil die KI-Branche, allen voran OpenAI und Anthropic, den Fuß etwas vom Gas nähme, könnte die Aktie aus seiner Sicht deutlich an Fahrt gewinnen. Denn dann wäre Alphabet womöglich schlagartig wieder cashflow-positiv, „und dann geht die ab“.
Im Vergleich zu Wettbewerbern habe der Konzern einen entscheidenden Vorteil, ergänzt Klotter: eine deutlich besser gefüllte „Kriegskasse“. Selbst hohe Investitionen könne Alphabet daher besser verkraften.
Hier das komplette Video von „Voss & Klotter“ auf YouTube ansehen
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