US-Börsenaufsicht prüft Lockerung der Berichtspflicht
· Börse Online Redaktion
Der Präsident äußerte sich erstmals zu dem Thema. Die SEC ist allerdings unabhängig und wird von einer Kommission geführt, deren Mitglieder von der Politik ernannt werden. Damit kann sie von Trump nicht zu einer Änderung ihrer Regeln gezwungen werden. Alle Vorstöße zu einer Lockerung der Berichtspflicht dürften bei den beiden zu den Demokraten tendierenden Kommissionsmitgliedern auf heftigen Widerstand stoßen. Sowohl Robert Jackson als auch Kara Stein setzen sich seit langem für Transparenz und feste Regeln der guten Unternehmensführung ein.
Wirtschaftschefs kritisieren die Quartalsberichterstattung als schädlich, weil sie das Augenmerk auf kurzfristige Erfolge lenkten und eine langfristige Strategie verhinderten. Investoren plädieren dagegen für möglichst kurze Abstände zwischen den Berichten. Im Urlaub in seinem privaten Golfclub in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey hatte Trump eine ganze Reihe von Vorstandschefs empfangen, darunter die obersten Manager von Apple, Fiat Chrysler, Boeing, FedEx und Honeywell.
In der Vergangenheit hatte die Trump-Regierung angekündigt, zahlreiche Regeln lockern zu wollen, die Firmen einschränkten und sie von einem Börsengang abhielten. Dazu zählen Vorgaben mit Blick auf die Transparenz und die gute Unternehmensführung.
Die Deutsche Börse hatte ihre Vorschriften für Quartalsberichte vor gut zwei Jahren gelockert. Zwar müssen Unternehmen im streng regulierten Prime Standard weiterhin alle drei Monate über den Gang ihrer Geschäfte berichten, einen ausführlichen Bericht müssen sie aber nur noch einmal im Halbjahr vorlegen. Einige Unternehmen beziffern in den Quartals-Mitteilungen nicht einmal mehr ihre Ertragslage, sondern nennen nur noch Umsätze und Auftragseingänge.
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