Wie managt man einen sechs Milliarden Euro Fonds, Frau Haubelt?
· Börse Online Redaktion
Dazu investiert Haubelt überwiegend in klassische Dividendensektoren wie Konsum, Pharma und Versicherungen, die vergleichsweise hohe Ausschüttungsrenditen bieten. Zu ihren zehn größten Einzelwerten zählen daher etwa Allianz, Münchner Rück, Nestlé, Novartis und Roche. Ebenso hält die Fondsmanagerin von Deka Investment IT-Bluechips wie Cisco oder Microsoft, die eine Dividende zahlen und in den vergangenen Jahren überdies für stattliche Kurszuwächse sorgten. Zudem mischt Haubelt immer wieder Nebenwerte bei. "Das ist mein Steckenpferd", sagt sie. Aufgrund der Deregulierung sowie der Steuerreform in den USA, hat sie beispielsweise einige "schöne Möglichkeiten bei US-Nebenwerten" gefunden.
In den vergangenen ein bis zwei Jahren entwickelten sich globale Dividendenaktien schwächer als der breite Markt, da Zykliker und Technologiewerte die Nase vorn hatten. Klassische Dividendentitel aus dem Tabak-, Telekom- oder Immobiliensektor wiederum liefen schlechter als Momentum- und Growth-Werte. Dadurch wurde die Bewertung von Haubelts Aktien im Quervergleich jedoch attraktiver. "Zudem bieten Dividendenwerte in Europa, Japan und Asien weiterhin höhere Renditen als Unternehmensanleihen derselben Unternehmen", sagt Haubelt. Unruhig schlafen würde sie, falls es zu einem plötzlichen Anstieg der Inflation käme. Dann würden die Zinsen steigen, sodass Anleihen gerade im Vergleich zu Dividendenaktien wieder attraktiver würden.
Fazit: Ilga Haubelt hält an ihrer defensiven Strategie fest und bleibt für Anleger berechenbar. Ein Fonds zum Kaufen und Halten.
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